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Der Mann, der Frauen auf den Feldern von Frankfurt aufgelauert hatte, ist festgenommen und verurteilt.
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Der Mann, der Frauen auf den Feldern von Frankfurt aufgelauert hatte, ist festgenommen und verurteilt. (Symbolbild)

Amtsgericht

Frankfurt: Fahrradfahrer lauert Frauen auf und belästigt sie

  • Stefan Behr
    VonStefan Behr
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Ein Mann wird der sexuellen Belästigung von Frauen überführt. Das Amtsgericht Frankfurt fällt das Urteil gegen den 33-Jährigen.

Frankfurt - Das Amtsgericht hat den Mann, der nach eigenen Angaben Vasel D. heißt, 33 Jahre alt ist und aus der Ukraine stammt – Dokumente, die das bestätigen, gibt es nicht – wegen sexueller Belästigung in vier Fällen sowie sexueller Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Das Gericht blieb damit unter dem Antrag der Staatsanwältin, die zwei Jahre und vier Monate gefordert hatte.

Ein Mann auf einem Fahrrad hatte im Februar dieses Jahres Angst und Schrecken auf den Feldern zwischen Kalbach, Bad Homburg und Oberursel verbreitet. Er näherte sich hinterrücks mehreren Frauen und schlug ihnen kräftig auf den Hintern, dann radelte er weg – in einigen Fällen kehrte er aber zurück, um erneut zuzuschlagen. Einer der Frauen, die die Polizei rufen wollte, nahm er das Handy aus der Hand und steckte es ein.

Frankfurt: Polizei nimmt Serientäter fest

Die Polizei hatte D. am 10. März festgenommen, als sie auf der Suche nach dem Serientäter die Felder kontrollierte. Auf ihn traf die Täterbeschreibung der Opfer weitgehend zu, er wirkte auf die Ermittler verdächtig, und bei ihm fand sich zudem das geraubte Handy.

Vor Gericht konnte allerdings keine der Zeuginnen in D. den Mann wiedererkennen, der sie attackiert hatte – die Frau, der das Handy geraubt wurde, schloss ihn gar definitiv aus. Allerdings hatten die Frauen den Mann auch kaum erkennen können, weil es zu den Tatzeiten meist dämmerte oder stockdunkel war. Auch sagten die meisten Opfer aus, der Täter sei auf einem Damenfahrrad unterwegs gewesen – zumindest bei seiner Festnahme saß D. allerdings auf einem Herrenrad.

Frankfurt: Angeklagter schweigt vor dem Amtsgericht

Der Angeklagte hatte den ganzen Prozess in Frankfurt über geschwiegen. Ein Indiz sprach allerdings vehement für D.s Täterschaft. Auf dem Parka der Frau, die vom Täter am übelsten belästigt wurde und der er nicht nur auf den Hintern schlug, sondern sie überall begrabschte, war D.s DNA sichergestellt worden – was ihn zumindest in diesem Fall als Täter überführte. Der Fall mit dem geraubten Handy hatte sich am selben Abend kurz darauf in etwa einem Kilometer Entfernung abgespielt.

Nicht nur der Staatsanwältin fiel es schwer zu glauben, dass am selben Abend zwei Täter im Felde aktiv gewesen seien. Zudem hat sich, seitdem D. nach seiner Festnahme in Untersuchungshaft sitzt, in der Gemarkung kein ähnlicher Fall mehr ereignet. (Stefan Behr)

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