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Amtsgericht Frankfurt: Geklaute Bankkarte zu spät gesperrt

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Von: Oliver Teutsch

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Wer seine Bankkkarte verliert, ist verpflichtet, sie so schnell es geht zu sperren. Schon 30 Minuten können zu lang sein, befindet das Amtsgericht Frankfurt.

Wer eine Bankkarte verliert oder geklaut bekommt, sollte sie so schnell wie möglich sperren lassen. Eine Verlustmeldung nach 30 Minuten könne schon als schuldhaftes Versäumnis ausgelegt werden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Amtsgerichts Frankfurt.

Geklagt hatte eine Frau, die im November 2019 ihre Bankkarte vermisste. Nachdem sie den Verlust um 10.10 Uhr bemerkt hatte, fuhr sie nach Hause und meldete den Verlust um 10.42 Uhr telefonisch ihrer Bank zwecks Sperrung der Karte. Allerdings hatte jemand bereits um 10:15 und um 10:16 Uhr an einer anderen Bank je 500 Euro abgehoben. Die Frau wollte die 1000 Euro von ihrer Bank wiederhaben. Das Geldinstitut weigerte sich und bekam vom Gericht Recht.

Zum einen bestehe wegen des schnellen Missbrauchs der Verdacht, dass die Kundin ihre PIN-Nummer zusammen mit der Bankkarte aufbewahrt habe. Zudem habe die Frau ein Handy und hätte die Bank auch unmittelbar nach Feststellung des Verlusts anrufen können. Den Hinweis der Klägerin, sie habe ihre Iban nur zu Hause verfügbar gehabt, ließ das Gericht nicht gelten. Für die Verlustmeldung bei der eigenen Bank sei keine Kenntnis der Iban notwendig. (Az. 32 C 6169/20 88).

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