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Wolfgang Weber ist besorgt.
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Wolfgang Weber ist besorgt.

Höchst

Altstadtverein vor dem Aus

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Die Bürgervereinigung sucht händeringend einen Vorsitzenden. Wenn sich keiner findet, löst sich der Verein auf.

Die Bürgervereinigung Höchster Altstadt schlägt Alarm. Anscheinend steht der Verein kurz vor der Auflösung. Zumindest sind die Posten des 1. Vorsitzenden und des Kassenwarts vakant. „Die Lage ist ernst“, sagt Schriftführer Wolfgang Weber. 15 Jahre hat er die Geschicke des Vereins geleitet, 2015 ist er in die zweite Reihe zurück getreten. Um dem Verein frischen Wind zu ermöglichen.

Sein Nachfolger Torben Semmler tritt nun aus gesundheitlichen Gründen zurück. Ein Erbe ist nicht in Sicht. Auf der Mitgliederversammlung im März hat sich niemand bereit erklärt, mehr Verantwortung zu übernehmen. Auch bei internen Nachfragen hat Weber nur Absagen kassiert. „Die Konsequenz wird sein, dass sich der Verein auflöst“, sagt er traurig.

Etwas mehr als 200 Mitglieder hat die Bürgervereinigung, das meiste sind älter. Der aktive Kreis beschränkt sich auf rund 20 Mitstreiter. Dennoch: „Wir haben einige junge Mitglieder, die sich mehr engagieren müssten“, findet Weber. Doch die verweisen auf die Belastung durch Beruf und Familie.

Stammtisch in der Rose

Weber seufzt. „Es ist ja kein Vollzeitjob“, sagt er. Die anderen Vorstandsmitglieder übernehmen auch Aufgaben. Es ist auch kein architektonisches oder historisches Fachwissen gefragt, nur ein Maß an Interesse für die Altstadt und die Fähigkeit, öffentlich zu agieren.

Schließlich kümmert sich die Bürgervereinigung nicht nur darum, dass alte Häuser denkmalgerecht saniert werden, sondern dass das Umfeld ansprechend ist und die Atmosphäre nachbarschaftlich. Da geht es etwa um die Gestaltung der Bolongarostraße, wie dem Häuser-Leerstand beizukommen wäre oder die Beleuchtung des Schlossturms verbessert werden kann.

Derzeit beschäftigt den Verein auch der Vorschlag, Schiffe für Flusskreuzfahrten in Höchst ankern zu lassen. Dann wäre aber der Blick auf die historische Altstadt mit Schiff ein anderer als zuvor. „Außerdem würde der Verkehr zunehmen“, sagt Weber, wegen der Anlieferung.

Auch die Zukunft des Pavillons auf der Ostseite des Bolongaro-Gartens ist offen. Derzeit lässt die Stadt den Palast sanieren, bis 2020 logiert die Außenstelle der Verwaltung samt Büro des OBs im Pavillon. Danach werden die Räume frei. „Eine öffentliche Nutzung wäre schön“, sagt Weber. sky

Stammtisch ist am heutigen Donnerstag, 1. Juni, 20 Uhr, in der „Goldenen Rose da Vincenzo“, Bolongarostraße 180. Nicht-Mitglieder sind willkommen.

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