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Ein Blick auf die neue Frankfurter Altstadt. Wildpinkler sorgen hier für Probleme.

Altstadt

Stadt Frankfurt stellt Toilettenanlage auf dem Domplatz auf

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Die Kommune reagiert auf die „Wildpinkler“ in der Altstadt. Ab September wird Abhilfe geschaffen.

Die Kommune reagiert auf das eskalierende Problem mit den sogenannten „Wildpinklern“ in der neuen Frankfurter Altstadt zwischen Dom und Römer. Bereits im September will man auf dem Domplatz vor dem Bauzaun des riesigen Gotteshauses eine mobile Toilettenanlage aufbauen. Das kündigt Planungsdezernent Mike Josef (SPD) im Gespräch mit der FR an.

Josef hatte an einem Ortstermin in der Altstadt mit Mitarbeitern des Amtes für Bauen und Immobilien (ABI) teilgenommen. Auch die Betreiber des Restaurants „Cucina della Grazie“ im Haus am Dom waren vertreten. Sie leiden derzeit besonders stark unter dem Ansturm von Besuchern der Altstadt, die händeringend eine Toilette suchen.

In dem 7100 Quadratmeter großen Quartier, das täglich von Tausenden von Menschen besucht wird, gibt es gegenwärtig keine öffentliche Toilettenanlage. „Das Problem hat erheblich zugenommen, das hat sich bei unserem Besuch gezeigt“, sagt der Planungsdezernent.

Auch Liegenschafts- und Baudezernent Jan Schneider (CDU) lässt von seinem Sprecher Günter Murr erklären: „Das Problem ist erkannt.“ Das Amt für Bauen und Immobilien habe sich mit dem Planungsdezernat abgestimmt. Planungsdezernent Josef war gefragt, weil der historische Frankfurter Dom unter Denkmalschutz steht. Eine moderne Toilettenanlage auf dem Domplatz könnte das geschützte Erscheinungsbild des Sakralbaus beeinträchtigen.

Die städtischen Denkmalpfleger stimmten jedoch der mobilen Toilettenanlage zu. Wie viele Toiletten sie insgesamt offerieren wird, ist noch unklar. Nur wenige Hundert Meter von der Altstadt entfernt liegt am Paulsplatz ein hochmoderner öffentlicher unterirdischer Toilettenbau. Das Problem: Er wird von den Touristen zu wenig wahrgenommen.

„Wir werden uns überlegen, wie wir die Anlage am Paulsplatz besser ausschildern“, kündigt Murr an. Der Domplatz soll von 2020 an umgestaltet werden. Ein Architektenwettbewerb ist geplant: Ziel sind mehr Grün und eine Verbannung des Autoverkehrs. Dann könne eine feste Toilettenanlage dort gebaut werden, so der Planungsdezernent.

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