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Eine Attraktion beim Tag der offenen Tür vor zwei Jahren: das Glücksrad des Gesundheitsamtes.

Frankfurt

Frankfurter Kommunalpolitik in drei Minuten

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Beim Tag der offenen Tür im Frankfurter Römer gibt es Speed-Dating mit Abgeordneten und Dezernenten. Außerdem ist ein Kult-Trainer zu Gast.

Die „Römer Open“ stehen am Samstag an – doch wer nun etwas über ein gutbesetztes Tennis-Turnier auf Feldern rund um den Justitiabrunnen lesen möchte, wird enttäuscht. Hinter dem Namen verbirgt sich ganz einfach der Tag der offenen Tür im Rathaus. Bei ihrer bisher letzten Auflage vor zwei Jahren hieß die Veranstaltung auch noch so, aber heuer habe man sich bewusst für den Anglizismus entschieden, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bei der Vorstellung des Programms am Montag. Zur Begründung sagte er nichts – vermutlich klingt den Verantwortlichen der Ausdruck „Tag der offenen Tür“ einfach zu altbacken, zu sehr nach Amtsschimmel und langweiligem Programm. Und öde wird es im Rathaus in der Tat nicht.

Rund 10.000 Besucherinnen und Besucher erwartet Hauptamtsleiter Tarkan Akman für den kommenden Samstag, 26. Oktober, im Römer. Vor zwei Jahren zählte die Stadt 15.000 Gäste. Damals gab es aber ein zweitägiges Programm: am Freitag und am Samstag. Doch am Freitag sei recht wenig los gewesen, deshalb fokussiere man sich diesmal auf den Samstag.

Was gibt es zu erleben? Die Besucherinnen und Besucher können Podiumsdiskussionen verfolgen, etwa zur Frage, ob Frankfurt ein Jugendparlament braucht. Die ist gerade ziemlich aktuell, zumindest macht sich eine Arbeitsgruppe in diesen Tagen an die Konzeption für das Gremium. Außerdem gibt es einen Sport-Talk, bei dem es um die Fußball-Europameisterschaft 2024 geht. Mit dabei: der Eintracht-Vorstand Fredi Bobic, der Vorsitzender des Sportkreises, Roland Frischkorn, und Dragoslav Stepanovic. Der wäre vor knapp 30 Jahren mit der Eintracht mal fast Meister geworden, hat nach der Niederlage behauptet, das Leben gehe trotzdem weiter, und genießt seitdem Kult-Status in Frankfurt.

Zudem kann man mit Politikern ins Gespräch kommen. Wobei man zumindest im Magistratssitzungssaal nicht stundenlang über das Für und Wider des Riederwaldtunnels diskutieren sollte. Dort gibt es nämlich ein Speed-Dating, das heißt, Stadtverordnete und Dezernenten stehen nur für jeweils drei Minuten zur Verfügung. Wer etwas mehr Redebedarf hat: Die Fraktionen im Römer präsentieren sich an eigenen Ständen. Wer hingegen vor allem auf ein Foto mit einem Politiker aus ist: Man kann sich gemeinsam mit dem Oberbürgermeister ablichten lassen – und das Bild danach ins Internet stellen. Jedenfalls wird im Programmheft ein Hashtag angegeben: #deinbildmitpeterfeldmann.

Und sonst? Es gibt Kultur mit der „Schmiere“ und dem Rapper Benedikt Alpha, der Workshops anbietet. Die Kinder können basteln und auf eine Torwand schießen, die Erwachsenen können auch auf die Torwand schießen und sich ins Goldene Buch eintrag... äh, nein, dafür müssten sie die „Römer Open“ gewinnen. Aber anschauen dürfen sie es, das Goldene Buch der Stadt.

Der Tag der offenen Tür beginnt um 11 und endet um 21 Uhr. Das Programm findet sich im Internet unter www.einblick-ins-rathaus.de

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