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Dank für jahrelangen politischen Einsatz im Ortsbeirat 1

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Von: Gernot Gottwals

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Helgo Müller und Wolfgang Kreickmann wurden zu Ortsältesten ernannt. Sie gaben unter anderem dem Europaviertel seinen Namen.

Im Schatten der Skyline hat Frankfurt wie viele Großstädte mit Armut, Obdachlosigkeit, Müll und sozialen Problemen zu kämpfen. Seit Jahrzehnten haben sich die Ortsbeiratspolitiker Helgo Müller (73, SPD), Wolfgang Kreickmann (81, CDU) und der Vorsitzende des Fördervereins Roma, Joachim Brenner, um tatkräftige Hilfe und Ausgleich bemüht. Beim Jahresempfang des Ortsbeirats 1 (Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleutviertel, Innenstadt) gab es Gelegenheit, Danke zu sagen: Dort wurden Müller und Kreickmann für ihren Einsatz im Ortsbeirat von der Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner (Grüne) zu Ortsältesten ernannt.

Joachim Brenner nahm den mit 500 Euro dotierten Ehrenpreis des Ortsbeirats entgegen. „Der Förderverein kümmert sich um Sinti und Roma, um Menschen, um die sich sonst keiner kümmert und die am oder unter dem Existenzminimum auf der Straße leben“, hob Ortsvorsteher Michael Weber (CDU) bei der Vergabe des Preises hervor.

Der Verein unterhält eine Beratungsstelle in der Niddastraße 57, die in Notlagen wie bei Diskriminierungsvorfällen hilft. Hinzu kommen Jugendberufs- und Erwachsenenbildung in der Petterweilstraße 4-6 und die eigene Kindertagesstätte „Schaworalle“ in der Stoltzestraße 14-16.

Brenner räumte ein, es habe seine Zeit gebraucht, bis der Verein und der Ortsbeirat in solchen Angelegenheiten zueinanderfanden. Damals war Müller bereits 20 Jahre lang im Stadtteilparlament tätig, Kreickmann kam 2001 hinzu, der einige Akzente im Europaviertel setzte.

Seinen Namen verdankt das Europaviertel aber Helgo Müller, ein Antrag von 1995 trägt seine Handschrift und die Vorschlagsliste der dortigen Straßennamen, die er mit anderen Ortsbeiratsmitgliedern nach europäischen Hauptstädten ausarbeitete. Als der Polizist aus Herbstein in den 1970er Jahren seine berufliche und politische Karriere in Frankfurt startete, war die Stadt durch das Rotlichtmilieu im Bahnhofsviertel und die Drogenszene rund um das damalige Stadtbad Mitte (heute Hilton Hotel) geprägt.

Der gebürtige Berliner Kreickmann arbeitete als Außenhandels- und Speditionskaufmann und wirkte vor seinem Eintritt in den Ortsbeirat in verschiedenen CDU-Arbeitskreisen mit. Als Ortsvorsteher leitete er den Ortsbezirk 1 von 2006 bis 2011. Für bedürftige Menschen setzte er sich auch in seiner Zeit als Sozialpfleger und Sozialbezirksvorsteher bis 2021 ein. got

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