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Katharina Hartwich (l.) und Asita Morgan in ihrem Laden.  

Altstadt

Frankfurt-Altstadt: Gehilfen der Schönheit

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Asita Morgan (37) und Katharina Hartwich (31) eröffnen den Kosmetikladen „Philokalist“ an der Braubachstraße. Großen Wert legen sie auf ebenso nachhaltig wie ästhetisch ansprechend verpackte Produkte.

Die Worte „Yay, you’re here“ begrüßen die Besucher des neuen Ladens an der Braubachstraße. Schon bevor es richtig losgeht, schauen immer mal wieder Passanten durch das große Schaufenster in den hellen, minimalistisch eingerichteten Raum. Asita Morgan (37) und Katharina Hartwich (31) eröffnen hier am heutigen Mittwoch offiziell ihren Beauty-Concept-Store Philokalist. Glücklicherweise hat das Finanzamt mitspielt, denn es gab Verzögerungen mit ihrer Steuernummer, und ohne die wollen sie nicht loslegen.

Verkauft wird in dem Geschäft nur das, was die beiden selbst verwenden würden oder cool finden. Alle Firmen haben sie selbst getestet. Besonders achten die Frankfurterinnen auf eine schöne Verpackung und Ästhetik. „Produkte, die wir auch selbst gern verschenken würden“, sagt Morgan. Wichtig ist ihnen auch die Nachhaltigkeit, etwa wenn die Hersteller auf Plastik verzichten, die Verpackungen wieder befüllbar oder recyclebar sind, sagt Hartwich.

Die Cremes, Shampoos, Schminke kommen aus aller Welt. Viele von ihnen sind neu in Deutschland. Aber auch Düfte, Kerzen und Schmuck gibt es in dem 40 Quadratmeter großen Laden. Das sind etwa Rasierprodukte mit dem passenden Namen Fur, was übersetzt Fell heißt, oder Gesichtsmasken schön verpackt.

Auf einem Tisch in der Mitte des Geschäfts gibt es viel zu entdecken, Zahnbürsten, Zahnseide, Wattestäbchen aus Bambus, aber auch Nahrungsergänzungsmittel. Männerprodukte sind auch zu haben. Die Preise beginnen bei drei Euro für Kleinigkeiten und klettern, vor allem bei Parfum, bis 160 Euro pro Fläschchen.

Brennen schöner: Luxus-Streichhölzer.

Der Anspruch der Gründerinnen: keine Massenprodukte und stattdessen Indie- und Nischenmarken. Vor einem Spiegel können die Kunden die Schminke auch ganz in Ruhe ausprobieren. „Wir wollten hier Badezimmeratmosphäre schaffen“, sagt Morgan, die seit zwölf Jahren in Frankfurt wohnt. Nach einem Praktikum ist sie geblieben. Auf einem riesigen grünen Block aus hellgrünem Onyxstein wird bezahlt. Ein Spiegel, der an der Wand lehnt, hilft bei Selfie-Aufnahmen. Die reflektierende Scheibe hat eine Art Filter eingebaut, damit Fotografen ihre Schnappschüsse hernach gar nicht mehr bearbeiten müssen.

Mit schwarzen Buchstaben steht der Shop-Name auch an der Wand. Ein Philakolist sei jemand, der die Schönheit in Dingen liebe, schätzt und findet, erklärt Morgan die Zusammensetzung.

Vor einem Jahr haben die Shop-Besitzerinnen beschlossen, ihre Leidenschaft zum Beruf machen. Kennengelernt haben sich die zwei im Job beim Kosmetikunternehmen Cosnova in Sulzbach am Taunus. Dort arbeiten beide auch weiter im Marketing. In Teilzeit. Beide lebten einige Zeit in New York, wo sie sehr viel Inspiration holten und Shop-Konzepte kennenlernten.

Mit der Raumfindung in Frankfurt ging es recht schnell. Durch Zufall hörten sie davon, dass eine Goldschmiedin ihren Laden aufgeben wollte. „Der gefiel uns sofort“, sagt Hartwich, mit seinen hohen Wänden und dem Holzboden. Die Straße sei ebenfalls toll mit neuen Läden, und sehr nachbarschaftlich. „Wir bekommen Tipps und Kaffee“, sagt Morgan. Ideen haben sie noch viele. Geplant sind etwa künftig auch Veranstaltungen.

Philokalist, Braubachstraße 28, geöffnet Montag bis Samstag 11 bis 18 Uhr.

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