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Anna-Len bastelt mit ihrem Papa Adventsdeko.

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Altstadt Frankfurt: Basteln, backen, kreativ sein

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Der erste Kinderweihnachtsbasar im Ratskeller kommt bei den kleinen und großen Gästen bestens an.

Die Hände voller Mehl stehen Martin, Lotta und die anderen Kinder am Samstag im Ratskeller an zusammen gestellten Tischen. Die Mädchen und Jungen kneten beim „Weihnachtsmarkt für Kinder“ Teig für Plätzchen, rollen ihn mit Nudelhölzern aus und stechen mit Förmchen Herzen, Sterne und Weihnachtsbäume daraus.

Auf Backblechen legen sie ihre Teigwaren aus. Vor einem Backofen wartet ein junger Mann mit Kochmütze darauf, die Bleche in den Ofen zu schieben. Weitere Helferinnen und Helfer in roten Pullis leiten den Nachwuchs beim Kerzenziehen und Lebkuchen- verzieren an. Die meisten wissen aber schon recht gut, was zu tun ist. Und beim Basteln und Nutzen des Spielzeuges in einem Nebenraum brauchen Groß und Klein gar keine Unterstützung. Plätzchen habe er schon häufiger gebacken, berichtet Martin. Der 13-Jährige freut sich „etwas selber machen“ zu dürfen und findet es in dem Gewölbekeller „sehr angenehm und nicht so voll“.

Michael Paris hat den alternativen Weihnachtsmarkt mit seinem Team des „Abenteuerspielplatzes Riederwald“ auf die Beine gestellt, als Gegenstück zu dem großen Weihnachtsmarkt oben vor den Türen des Ratskellers, wo es außer Karussells nur wenig für Kinder gebe. Ein „Experiment“ sei der Mitmach-Markt, meint Paris, der mit seinen Aktionen für Kinder schon viel Erfahrungen im Sommer, aber weniger vor Weihnachten gesammelt habe.

Rund 140 Besucher hätten sie am Samstagmittag kurz nach Beginn der Veranstaltung gezählt. Maximal 250 hätten insgesamt Platz im Ratskeller. Und Paris rechnet damit, dass es in den kommenden beiden Wochen voll werden könnte. Deshalb bittet er darum, Kinderwagen wegen des begrenzten Platzes zu Hause zu lassen. Zum Spielen sei der Eintritt im Ratskeller frei. Einzelne Aktionen wie Backen und Kerzenziehen kosteten fünf Euro für Material und Personal, berichtet Paris. Essen und Getränke gibt es zu kleinen Preisen.

Martin Falke, als Patenonkel mit drei Kindern da: „Solche Programme entlasten die Eltern“. Der 32-Jährige, der am Rand sitzt und beim Backen zuschaut, fügt hinzu, dass es wichtig sei, die Kinder „alleine ihre Erfahrungen machen zu lassen“. Auch Iva Ivcevic schaut zu, wie ihr elfjähriger Sohn und ihre beiden Töchter, die zehn und fünf Jahre alt sind, Plätzchen formen. Die alleinerziehende Mutter aus Niederrad sagt, ihre Küche sei zu klein, um mit allen drei Kindern gemeinsam zu backen. Außerdem fehle sonst häufig die Zeit. Als „schöne Idee“ bezeichnet sie diese „vorweihnachtliche Gelegenheit“, die die Familie noch mit einem Besuch auf dem großen Weihnachtsmarkt verbinden wolle.

Bettina Hofmann und ihr Enkel Levin sind aus dem Taunus angereist. Der Zehnjährige hat gerade hölzerne Krippenfiguren bemalt. „Dass man spielen und basteln kann“, gefalle ihm an dem Weihnachtsmarkt im Ratskeller, sagt er. Auch seine Großmutter ist begeistert: „Ich finde es hier grandios“, sagt die 56-Jährige, die nach einem Besuch des Kaisersaals oben im Römer erstmals im Untergeschoss sei.

Bis 22. Dezemberist der „Weihnachtsmarkt für Kinder“ im Ratskeller täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Der Eingang ist in der Braubachstraße gegenüber der Paulskirche.

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