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Am ehemaligen Gemeindezentrum Gerhart-Hauptmann-Ring 398 beginnt die Sanierung.
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Am ehemaligen Gemeindezentrum Gerhart-Hauptmann-Ring 398 beginnt die Sanierung.

Niederursel

Altes Gemeindezentrum wird saniert

  • VonDominik Brück
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Durch die Sanierung des ehemaligen Gemeindezentrums soll ein Treffpunkt für den Frankfurter Stadtteil Niederursel entstehen.

Das ehemalige Gemeindezentrum am Gerhart-Hauptmann-Ring bietet nach jahrelangem Leerstand keinen schönen Anblick: Viele Fenster sind eingeworfen worden, die Wände wurden mit Graffiti beschmiert und an einigen Stellen befinden sich sogar Brandspuren. „Der Zustand ist ganz schlimm“, sagt die 62-jährige Esmeralda Lehmann, die im Gemeindezentrum konfirmiert wurde. „Ich bin froh, dass jetzt nach so langer Zeit etwas passiert und das Gebäude in seiner alten Form wiederhergestellt werden soll.“

Seit die evangelisch-reformierte Gemeinde das Zentrum 2001 aufgegeben hatte, gab es mehrere gescheiterte Versuche, das Areal zu entwickeln. 2007 wurde das 1969 erbaute Gemeindezentrum unter Denkmalschutz gestellt. Dennoch dauerte es fünf weitere Jahre, bis durch eine Finanzierung der stadtnahen Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG) ein neues Entwicklungskonzept umgesetzt werden konnte. Neben dem 2015 abgeschlossenen Bau von Wohnungen für Menschen in Notsituationen ist die Sanierung des früheren Gemeindezentrums Teil der Planungen.

Die Arbeiten, um das Gebäude wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, haben nun am Mittwoch begonnen und sollen bis Ende 2019 abgeschlossen sein. „Ich habe dieses Projekt von mehreren Vorgängern übernommen, die sich daran die Zähne ausgebissen haben“, erklärte Stadträtin Daniela Birkenfeld zum Auftakt der Sanierung. „Dass wir nun eine Lösung für diesen wunderbaren Bau gefunden haben, freut mich sehr und ist der Hartnäckigkeit von vielen Beteiligten zu verdanken.“

Nach Abschluss der Bauarbeiten soll ein Kultur- und Sozialzentrum als Treffpunkt und Veranstaltungsort für Vereine, Gruppen und Bewohner der Nordweststadt entstehen. Die Trägerschaft wird vom Evangelischen Verein für Wohnraumhilfe, der auch die benachbarten Wohngebäude betreibt, und dem 2013 eigens zu diesem Zweck gegründeten Verein für die Organisation des Kultur- und Sozialzentrums (Vokus) übernommen. Für die Innenausstattung sucht der Verein derzeit noch Sponsoren. „Insgesamt werden wir rund 100 000 Euro benötigen“, sagt der Vereinsvorsitzende Jan Gossmann. „Ich denke aber, dass Anfang 2020 die ersten Aktivitäten im neuen Zentrum beginnen können.“

Neben einer Kita, einem Seniorentreff und einem Elterncafé soll es für Vereine und Gruppen aus dem Stadtteil die Möglichkeit geben, Räumlichkeiten wie den großen Saal oder kleinere Räume günstig zu mieten. Auch Familienfeste oder Hochzeiten sollen im neuen Kultur- und Sozialzentrum möglich sein. „Wir haben auf jeden Fall schon viele Interessenten“, sagt Gossmann.

Zuvor stellt sich für Sven Vogt vom Architekturbüro BSMF jedoch die Herausforderung, das Gebäude in Abstimmung mit dem Denkmalamt zu sanieren: „Wir kriegen Anregungen von früheren Kirchenmitgliedern und versuchen das frühere Gemeindezentrum originalgetreu wiederherzustellen.“ Die Gesamtkosten, die verschiedene Projektpartner beisteuern, schätzt der Architekt auf rund drei Millionen Euro. Esmeralda Lehmann ist von den Plänen bereits jetzt begeistert und freut sich bereits darauf, das frühere Gemeindezentrum in altem Glanz bewundern zu können.

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