2021 jährt sich der Wiederaufbau der Alten Oper in Frankfurt zum 40. Mal – das soll groß gefeiert werden.
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2021 jährt sich der Wiederaufbau der Alten Oper in Frankfurt zum 40. Mal – das soll groß gefeiert werden.

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Alte Oper in Frankfurt: Trotz Corona hochkarätiges Programm

  • Andreas Hartmann
    vonAndreas Hartmann
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Die Alte Oper in Frankfurt stellt ihr Programm für September und Oktober vor. Trotz Corona will das Haus 600 Gäste empfangen - und ihnen hochkarätige Unterhaltung bieten.

Frankfurt – Es sind schwierige Zeiten, in denen der neue Intendant der Alten Oper in Frankfurt, Markus Fein, seinen Posten übernimmt. Planen lässt sich aktuell wenig, die Corona-Pandemie fordert zahlreiche Einschränkungen, Künstler können nicht reisen, bei Konzerten und Kongressen passt viel weniger Publikum in die Säle.

Für ein international ausgerichtetes Haus wie die Alte Oper, die nach Feins Angaben deutlich größer ist als etwa die Hamburger Elbphilharmonie, bedeutet das: In den Großen Saal passen aufgrund der behördlichen Auflagen aktuell pro Vorstellung 600 Zuschauer – statt 2400 wie normalerweise.

Patricia Kopatchinskaja soll am 25. Oktober auftreten.

Aber was ist gerade schon normal? Eigentlich hatte Feins Vorgänger Pauly, der im Sommer nach Wien wechselte, noch kurz vor dem Lockdown im März ein üppiges Programm für die neue Saison vorgestellt. Vieles davon ist gestrichen oder verschoben, Kongresse sind abgesagt, bei anderem – wie etwa dem beliebten Musical in der Weihnachtszeit – ist noch völlig offen, ob es stattfinden kann. Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht unter Kontrolle, Impfstoffe gibt es bisher keine.

Alte Oper in Frankfurt wegen Corona sechs Monate geschlossen

Rund sechs Monate blieb das Haus in Frankfurt geschlossen, die Angestellten waren in Kurzarbeit, im Budget klafft ein Loch. Nun kann die Alte Oper ein Programm für September und Oktober vorstellen – und das sei in diesen Zeiten schon etwas Außergewöhnliches, betont Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Einrichtung ist.

Daniel Müller-Schott tritt am 4. Oktober in der Alten Oper auf.

„Wir sind keine Drängler, wir nehmen die Auflagen ernst“, sagt Fein. Die Alte Oper verfüge über eine außergewöhnlich starke Lüftungsanlage, die komplett mit Frischluft von außen arbeiten könne. „Das ist zwar teuer, aber das machen wir natürlich“, sagt Fein. Ein weiterer Vorteil des Hauses, das 2021 den 40. Jahrestag des Wiederaufbaus feiern kann: Die Säle haben im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Häusern keine fest eingebauten Sitzreihen, sodass keine Stuhlreihen leer bleiben müssen. Pausen wird es bei den Konzerten nicht geben, dafür werden viele Interpreten zweimal hintereinander auftreten.

Mit Noa Wildschut startet die Saison am 6. September.

Alte Oper in Frankfurt: Bald soll es wieder losgehen

Aktuell sind noch die Handwerker im Haus, aber am Sonntag, 6. September, soll es wieder losgehen. Bei einem kleinen „Festival junger Künstler“ ist dann unter anderem die vielversprechende niederländische Geigerin Noa Wildschut mit Beethovens „Frühlingssonate“ zu erleben. Auch renommierte Namen sind angekündigt, etwa der Jazzpianist Omer Klein am 24. September oder der große Pianist Maurizio Pollini am 5. Oktober.

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