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Daniel Barenboim ist einer von vielen Stars, die in der Alten Oper auftreten werden,
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Daniel Barenboim ist einer von vielen Stars, die in der Alten Oper auftreten werden,

Kultur in Frankfurt

Alte Oper: Ein Festival für Frankfurt

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Die Alte Oper in Frankfurt setzt mit ihrem Programm für die Spielzeit 2021/22 neue Akzente. Zu den Angeboten gehört auch die Musikvermittlung für Erwachsene.

Die Alte Oper bereitet Frankfurt eine große Bühne. Sie hat für die Spielzeit 2021/22 ein umfangreiches Konzert-Programm vorgelegt. Der Stadt sind darin gleich mehrere Formate gewidmet, darunter mit „Fratopia“ ein Festival, das sich, der Name lässt es anklingen, mit Utopien für die Stadt beschäftigt.

„Wir sind bereit“ ist auf den Plakaten zu lesen, mit denen die Alte Oper für die kommende Spielzeit wirbt. „Jetzt, wo das Impftempo an Fahrt aufgenommen hat, glauben wir, dass wir das Haus pünktlich zum Saisonstart am 28. August wieder öffnen können“, sagt Markus Fein. Der Intendant der Alten Oper, der seit September vorigen Jahres im Amt ist, hat mit dem ersten von ihm verantworteten Programm neue Akzente gesetzt.

Gleich mehrere Formate werden sich in der Spielzeit 2021/22 mit Frankfurt beschäftigen, eine Jazz-Residenz wird neu etabliert, und die Alte Oper soll zu einem „offenen Haus“ werden, mit speziellen Angeboten für alle diejenigen, die sich sonst nicht so ohne weiteres dort hineintrauen.

Saison 2021/22

Einsteiger- und Mitmachangebote: Unter dem Motto „Das Offene Haus“ macht die Alte Oper in der Saison 2021/22 Menschen, die vielleicht noch nie klassische Konzerte besucht haben, spezielle Angebote. So bietet beispielsweise die Musikwissenschaftlerin Ulrike Kienzle „Kienzles Klassik: Musikseminare für Wissensdurstige“ an.

Tickets: Die Alte Oper bietet ihrem Publikum eine „Geld-zurück-Garantie“. Sollte eine Eigenveranstaltung des Hauses wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen, werden den Käuferinnen und Käufern einer Eintrittskarte das Geld inklusive Vorverkaufs- und Systemgebühr zurückerstattet. Die Abwicklung geschehe, so die Alte Oper, unbürokratisch über ein Formular auf der Homepage oder an den Vorverkaufsstellen.

Abonnements: Die Alte Oper weitet ihr Abonnement-Angebot aus. Statt sechs bietet sie in der Saison 2021/22 neben dem Wahl-Abo zehn feste Aboreihen an. Die Bezahlung für die Abonnements erfolgt in Form einer „Last-Minute-Zahlung“, das heißt, erst kurz vor dem jeweiligen Konzert wird der dafür fällige Teilbetrag eingezogen. Über eine neue Abo-Card erhalten Abonnentinnen und Abonnenten zudem 20 Prozent Rabatt auf Tickets für weitere Eigenveranstaltungen der Alten Oper.

Covid-19-Tests: Besucherinnen und Besucher werden sich in der Alten Oper vor Veranstaltungen auf eine Covid-Erkrankung testen lassen können. Für Ende August ist die Öffnung eines Testzentrums in Planung. lad

www.alteoper.de

„Konzerte mit internationalen Stars bilden weiterhin eine wichtige Säule in unserem Programm, aber wir möchten den Blick auch auf unsere unmittelbare Umgebung lenken, möchten Impulse geben, aber auch Impulse empfangen, von dem, was vor unser Haustür geschieht“, sagt Fein.

Bei „Fratopia“ beispielsweise, geplant vom 22. September bis zum 1. Oktober, sollen hiesige Künstlerinnen und Künstler sowie Ensembles wie das Bridges-Kammerorchester auftreten. Aber auch internationale Stars sind mit dabei, beispielsweise Sir Simon Rattle mit dem London Symphony Orchestra und die Pianisten Pierre-Laurent Aimard und Michael Wollny, die gemeinsam einen Abend gestalten werden.

Auch ein „Ideenmarathon“ gehört zum Festival-Programm. Frankfurterinnen und Frankfurter können dabei mit Expert:innen wie dem Architekten Daniel Libeskind und der Schriftstellerin Zoë Beck diskutieren. Und „Fratopia“ soll etwas zulassen, das jetzt in der Pandemie kaum möglich ist: Nähe. Dazu wird im Großen Saal an einigen Veranstaltungstagen die feste Anordnung der Sitzreihen aufgelöst, um eine Begegnung zwischen Publikum und Musiker:innen zu ermöglichen.

„Salon Frankfurt“ ist ein weiteres dieser lokalen Formate, das insbesondere auf die Geschichte der Stadt eingeht. Dabei werden an drei Terminen markante Exponate aus den Beständen des Historischen Museums und damit ein Stück Stadtgeschichte in Wort, Musik und Film vorgestellt. Das erste Objekt am 1. Oktober wird eine Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellte Zeppelin-Handtasche sein, die an die Begeisterung der damaligen Frankfurter:innen für die Luftfahrt erinnert. Mit einer Jazz-Residenz will die Alte Oper an die Zeit anknüpfen, in der Frankfurt als Hauptstadt des Jazz galt. Als erster Residenz-Künstler wird sich der schwedische Posaunist Nils Landgren beispielsweise im Rahmen von „Fratopia“ am 24. September, virtuell mit der verstorbenen Frankfurter Jazz-Legende Albert Mangelsdorff in einer Hommage aus Bild und Ton auf einen Streifzug durch Frankfurt begeben.

Die Alte Oper will in der kommenden Saison dazu beitragen, dass sich auch Menschen in das Haus trauen, die nicht viel über Musik wissen. Parallel zum „Pegasus-Programm“ für Kinder und Jugendliche bietet sie unter der Überschrift „Alte Oper Campus“ auch Musikvermittlung für Erwachsene an, beispielsweise „Kienzles Klassik“, ein Musikseminar. Und wer mag, kann auch mitmachen. Etwa im „Enthusiastenorchester, Laienmusikerinnen und -musiker können sich für eine Teilnahme bewerben. Das Ziel: Sie sollen am 27. Februar 2022 gemeinsam ein Klassik-Konzert geben.

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