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Kinder bei einem Palmen-Projekt.

Alles über Bambus und Palmen lernen

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Zehn Jahre gibt es nun die Bildungseinrichtung „Kinder im Garten“.

Der kleine Junge mit dem Messi-Shirt ist sich supersicher, dass er und seine Kindergarten-Kollegen das Geheimnis der Kokosnuss entdeckt haben. „Alle sagen da ist Wasser drin“, sagt der Junge. nachdem auch er die Kokosnuss- wie ein Barkeeper einen Cocktail geschüttelt hat- und dann an sein Ohr gehalten hat. Hat er recht? Gleich wird er und seine Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit Christina Hoede, Erzieherin bei „Kinder im Garten“ dies genau erforschen. „Wir öffnen gleich die Kokosnuss und die Kinder dürfen dann auch das Kokosnussfleisch probieren“, sagt Hoede an diesem Montagmittag am Haus Leonhardsbrunn im Palmengarten.

Willkommen bei „Kinder im Garten“. Die städtischen Einrichtungen Palmengarten und Kita Frankfurt feiern jetzt gemeinsam zehn Jahre der bundesweit einmaligen Bildungseinrichtung. „Seitdem haben wir sehr viele Kinder durchgeschleust“, sagt Katja Heubach, Palmengarten-Direktorin und lacht. 30 000 Kinder waren es. „Und wir haben viel mehr Anfragen als Plätze“, betont Gabriele Bischoff, Betriebsleiterin von Kita Frankfurt.

Bewerben können sich alle Kindergarten-Einrichtungen in Frankfurt. „In den ersten drei Jahren war dies nur für die für Kita Frankfurt möglich“, so Bischoff.

In Ein- bis „Drei-Tages-Projekten“ zu Themen wie Bambus oder Palmen können Kinder zwischen drei und sechs Jahren das ganze Jahr über viel lernen: Und zwar Beim Buddeln, selbst pflanzen, beim Durchs-Mikroskop-Schauen und bei „Forscherreisen“. „Sie lernen so auch, dass es Riesen-, Zick-Zack- oder auch gestreiften Bambus gibt und was man aus Bambus alles machen kann“, erzählt Jutta Lehmann, Erzieherin bei Kinder im Garten. Ihre Kollegin ist die Biologin Ulrike Brunken. Auch eine Gärtnerin ist dabei- die Erzieherinnen und Erzieher der Besucher-Kitas werden bei den Workshops eingebunden. Maximal 15 Kinder sind in einer Gruppe. Die Inhalte sind kindgerecht aufbereitet. Nicht alle Kinder sprächen gut Deutsch.

In den ersten drei Jahren wurde „Kinder im Garten“ von Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region und Stiftung Polytechnische Gesellschaft gefördert. Seitdem aber übernimmt die Stadt hundert Prozent der Förderung. Die Kinder sollen für die Natur und die Welt der Pflanzen begeistert wie sensibilisiert werden. „Viele der Kinder waren noch nie im Palmengarten. Und die Stadtkinder bekommen die Möglichkeit Gemüse, das sie sonst nur aus dem Supermarkt kennen, auf den Beeten zu ernten. Oder Pflanzen in echt zu sehen, die sie nur aus dem Fernsehen kennen“, betont Bischoff. Mittags werde auch zusammen gekocht. Natürlich passend zu den Themen. Es gibt Kokos-Suppe und gekochten Bambus als Beilage.

Wichtig sei auch, dass die Kinder am Ende ihre Eltern einladen und ihnen ihr Expertenwissen zeigten. „Wir hoffen, dass die Eltern da was mitnehmen. Ihnen auch bewusst wird wie wichtig Klimaschutz für die Generation ihrer Kinder ist“, sagt Bischoff. Und was gefällt Zoey (6) heute am besten? „Alles“, sagt sie und wendet sich wieder der Kokosnuss zu.

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