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Blutspenden

Alles rund um den besond?ren Saft

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Fragen zur Blutspende kurz und knapp beantwortet.

In welchem Alter darf man Blut spenden?
Alle Frauen und Männer ab einem Alter von 18 Jahren dürfen zur Vollblutspende gehen. Eine generelle Altersgrenze für Blutspender gibt es zwar nicht, aber jeder Blutspendedienst hat ein Höchstalter festgesetzt. Beim DRK ist dies z.B. 72 Jahre. Als Erstspender sollte man nicht älter als 65 Jahre sein und ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm haben.

Wie oft kann man Blut spenden?
Frauen können viermal innerhalb von 365 Tagen und Männer sechsmal in diesem Zeitraum. Zwischen den Spenden müssen mindestens 56 Tage liegen.

Wer darf kein Blut spenden?
Wer sich nicht fit fühlt, also eine Erkältung oder Halsschmerzen hat, sollte nicht spenden gehen. Während einer Schwangerschaft, sechs Monate nach der Geburt und während der Stillzeit darf ebenfalls nicht gespendet werden. Wer sich innerhalb der letzten vier Monate tätowieren oder piercen lassen hat, ist auch disqualifiziert. 

Was kann noch eine Spende verhindern?
Weitere Ausschlusskriterien sind die Einnahme von Herzmedikamenten sowie Blutverdünnern (wozu auch Aspirin zählt) und der Konsum von Drogen. Auch ein Alkoholkonsum muss mindestens zwölf Stunden zurückliegen. Darüber hinaus darf vor und nach Operationen kein Blut gespendet werden. Ebenso dürfen homosexuelle Männer kein Blut spenden, außer sie hatten zwölf Monate lang keinen Sex. Homosexuelle Frauen sind von diesem Ausschluss nicht betroffen.

Hat der letzte Urlaub Auswirkungen auf die Spendenfähigkeit?
Unter gewissen Umständen schon. Je nach Dauer und Aufenthaltsort kann der Besuch eine Zurückstellung nach sich ziehen. Darunter fallen Malariagebiete wie etwa Afrika, Vietnam oder Indien. Außerdem Länder mit einer Ansteckungsgefahr für das Zika-Virus, wie beispielsweise Mittel- und Südamerika, die Karibik oder Südostasien. Der Erreger des West-Nil-Virus sorgt zudem dafür, dass Reiseorte wie die USA, Teile von Italien und Griechenland sowie Wien auf der Ausschlussliste stehen. Wer sich unsicher ist – egal ob in Sachen Urlaubsort oder Medikamenteneinnahme – kann vor der Spende die kostenlose Hotline 0800 / 119 491 1 anrufen und seine Fragen dort stellen.

Kann die Grippeimpfung eine Spende verhindern?
Nein. Tatsächlich kann nach der Grippeimpfung bereits am darauffolgenden Tag wieder gespendet werden. Anders sieht es bei Impfungen mit Lebendimpfstoff aus. Hier darf für eine gewisse Zeit kein Blut gespendet werden.

Was ist vor einer Spende zu beachten?
Am Tag der Spende sollte man ausreichend gegessen und viel getrunken (durchaus 1,5 Liter) haben. Man sollte zudem ausreichend Zeit einplanen. Die Spende an sich dauert zwar nur fünf bis zehn Minuten, aber mit Anmeldung, Untersuchung und der Zeit nach der Spende sollte man schon mit 60 Minuten rechnen.

Wie läuft eine Spende ab?
Zunächst erfolgt die Anmeldung unter Vorlage des Personalausweises. Anschließend muss ein Fragebogen ausgefüllt werden. Im nächsten Schritt wird der Hämoglobinwert (Eisenwert) des Blutes gemessen, zudem werden Blutdruck, Puls und Körpertemperatur ermittelt. Ist dabei alles in Ordnung, geht es zur Untersuchung durch einen Arzt. Dieser stellt letztendlich die Spendenfähigkeit fest. Dann erfolgt die Blutspende. Dabei werden mit einer Einwegnadel aus einer Armvene circa 500 Milliliter Blut entnommen. Nach der Spende sollte man noch ein paar Minuten liegen bleiben. Anschließend ist bei DRK ein kleiner Imbiss zur Stärkung möglich.

Zusammengestellt von Steven Micksch

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