Corona und Masken

Alle nähen Masken in Frankfurt

  • Thomas Stillbauer
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Aufruf von „cup2gether“ und FES für jene, die Atemschutz dringend brauchen. Fertige Exemplare werden abgeholt und an Hilfsorganisationen verteilt.

Jetzt brauchen die Helfer mal Hilfe: Unter dem Motto „Mund-Nasen-Masken nähen für Organisationen, die für uns sorgen“ sind alle zum Mitmachen aufgerufen, ob Profi- oder Hobbynäherinnen und -näher. Es geht natürlich darum, helfenden Organisationen genug dieser Masken bereitzustellen, die das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus mindern.

Auch die Initiative „cup2gether“ hat nun eine solche Aktion angestoßen, und die Frankfurter Abfallentsorgerin FES unterstützt sie dabei. Beide haben bereits gemeinsam den Mainbecher auf den Weg gebracht, ein Pfandsystem für Mitnehmkaffeebehälter.

„Vielen Frankfurter Organisationen fehlen aktuell die risikominimierenden Mund-Nasen-Masken“, erinnern die Partner. Wer helfen will, Nachschub zu schaffen, trägt sich hier ein: cup2gether.com/mundschutz.

Gesucht werden nicht nur Nadel-und-Faden-Kundige, sondern auch Leute zum Stoffzuschneiden, Vorbügeln, Waschen und Transportieren. „Uns ist klar, dass Nähaktionen wie die unsere nicht die zertifizierten Schutzmasken für Kranken- und Pflegehäuser ersetzen können“, erklärt Claudia Katharina Schäfer von „cup2gether“. Doch selbst der Präsident der Bundesärztekammer empfehle, sich Masken zu nähen, da sie das Ansteckungsrisiko minimierten.

Die FES betont, sie sehe es als ihre Pflicht an, die Initiative zu unterstützen. „Jeder, der nähen oder bügeln, Gummibänder abmessen und schneiden kann oder als Fahrer unterstützen mag: Die Stadt braucht Sie jetzt, und die Organisationen sind dankbar für jede Art der Unterstützung!“, ruft FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffle auf: „Tragen Sie sich bei cup2gether ein.“

Die Materialbeschaffung sei nicht ganz leicht gewesen, berichtet Schäfer, doch beim Frankfurter Traditionsunternehmen W. Wächtershäuser GmbH seien die Partner fündig geworden. „Das war eine großartige Hilfe.“ Die ersten 800 Meter Gummiband und Stoffe seien bestellt. Nun gehe es darum, so schnell wie möglich viele ehrenamtliche, professionelle und Hobbynäher zusammenzubekommen. Anleitungen gibt es auf der Internetseite. Fertige Masken werden abgeholt, professionell gewaschen und an die Organisationen weitergeleitet. „cup2gether“ übernimmt die Stoffverteilung, koordiniert die Aufgaben und teilt die Masken den Organisationen zu.

Information und Listezum Eintragen: cup2gether.com/mundschutz

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