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Das Amtsgericht Frankfurt hat eine Prostituierte frei gesprochen.

Terrorprozess in Frankfurt

Terrorhelfer kommt vor Gericht

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Ein heute 28-Jähriger kämpft in Syrien an der Seite der radikalislamischen Al-Nusra-Front. Nach einem Jahr kehrt der Rüsselsheimer zurück und wird festgenommen. Von 16. Juni an muss er sich vor dem Oberlandesgericht verantworten.

Weil er 2013 in Syrien an der Seite der radikalislamischen Al-Nusra-Front gekämpft haben soll, steht der 28-jährige Soufiane K. demnächst in Frankfurt vor Gericht. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts hat in der vergangenen Woche das Hauptverfahren gegen den Rüsselsheimer eröffnet. Der Prozess beginnt am 16. Juni, 10 Uhr, im Gerichtsgebäude E, Hammelsgasse 1, und dauert mehrere Monate. Die in Syrien aktive Al-Nusra-Front ist eine mit Al-Kaida verbündete Terrororganisation, die für rund 1500 Sprengstoff- und Selbstmordanschläge sowie Entführungen und Erschießungen verantwortlich gemacht wird. Laut Oberlandesgericht sind dabei bislang etwa 8000 Menschen getötet worden.

Angeklagter sitzt in U-Haft

K. soll laut Anklageschrift bei Al-Nusra eine Waffenausbildung durchlaufen und sich an Kampfhandlungen beteiligt haben. Ihm wird deshalb vorgeworfen, an der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat beteiligt gewesen zu sein. Nach einem Jahr in Syrien kehrte der Familienvater im Juni 2014 nach Deutschland zurück – im Oktober wurde er in Frankfurt festgenommen. Seitdem sitzt K. in Untersuchungshaft.

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