Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Annette Mönich vor dem Stadtteilbüro.
+
Annette Mönich vor dem Stadtteilbüro.

Bockenheim

Aktiv für Demokratie und Toleranz

  • Nadine Benedix
    VonNadine Benedix
    schließen

4000 Euro Preisgeld: Die Bundeszentrale für Politische Bildung würdigt die Arbeit des Stadtteilbüros.

Die Bundeszentrale für Politische Bildung zeichnet die Initiative „Zukunft Bockenheim“ aus. Die Würdigung erfolgt im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“. Am 13. Juni wird der Preis in Bonn verliehen.

Anette Mönich, Teil von Zukunft Bockenheim, sitzt vor dem Stadtteilbüro am unteren Ende der Leipziger Straße und freut sich. „Wir als freiwillige Initiative können die 4000 Euro Preisgeld gut gebrauchen“, sagt die 65-Jährige. Nachdem die Initiative bereits drei Preise – unter anderen den Nachbarschaftspreis der Stadt – gewonnen hat, sei es schön, dass ihre Arbeit auch bundesweit anerkannt wird. „Schöner wäre es allerdings, wenn unsere Arbeit auch noch stärkeren politischen Einfluss hätte“, sagt Mönich und lacht dabei, obwohl ihr das Thema eigentlich sehr ernst ist.

2009 hatte sich die Initiative mit dem Ziel gegründet, den Auszug der Universität aus dem Campus Bockenheim zu nutzen, um ein urbanes, sozial durchmischtes und kulturreiches Viertel zu schaffen.

„Die Stadt hatte damals die Vorstellung, einfach alle Unigebäude abzureißen und das Gelände gewinnbringend zu verkaufen“, erzählt Mönich. Das wollten viele Anwohner verhindern. „Als „Zukunft Bockenheim“ war unser Ansatz, die Bürger über die Bauplanungen zu informieren und auch Alternativen aufzuzeigen.“

Um eine zentrale Anlaufstelle zu bieten, richtete Zukunft Bockenheim ein Büro ein. Zunächst arbeitete die Gruppe die Geschichte des Campus auf. „Wir wollten den Bestand der historischen Bauten aus den 1960er Jahren unbedingt sichern“, erzählt Mönich. Über die Jahre organisierten sie unzählige Begehungen, Diskussionen und Filmabende, entwarfen Broschüren und Flyer. „Bisher sieht es so aus, als blieben zumindest Studierendenhaus und das Wohnheim an der Warte bestehen“, sagt Mönich.

Das Büro kümmert sich aber nicht nur um die großen Themen. Auch bei alltäglichen Hürden, wie dem Ausfüllen von Formularen, können Anwohner sich an die Ehrenamtlichen wenden. Der Vorteil des Büros: „Hier sitzen ganz normale Leute, die man jederzeit ansprechen kann“, sagt Mönich.

Das Büro bietet auch anderen Initiativen eine Plattform: Die Räume werden für Sprachkurse oder Deutschunterricht für Geflüchtete genutzt. Die Initiative will als nächstes die Frankfurter Künstler Justus Becker und Oguz Sen dabei unterstützen, den Labsaal an der Bockenheimer Warte, der seit etwa einem Jahr als Flüchtlingsunterkunft dient, zu verschönern. So könne der Einsatz für den Campus mit der Integration von Geflüchteten verbunden werden.

„Außerdem wollen wir weiterhin über die vorgesehenen Wohnflächen am Campus informieren“, sagt Mönich. Am Donnerstag, 8. Juni, bietet die Initiative dazu einen Rundgang an. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Bockenheimer Warte, Ausgang Senckenberganlage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare