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Die Parolen und die Themen beim Frauentag gleichen sich seit vielen Jahren. peter jülich
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Die Parolen und die Themen beim Frauentag gleichen sich seit vielen Jahren. peter jülich

Internationaler Frauentag

Aktionen zum Frauentag am 8. März in Frankfurt

  • Helen Schindler
    vonHelen Schindler
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Große Demonstrationen wird es in diesem Jahr in Frankfurt zum Frauentag am 8. März keine geben. Dafür aber einen Streikposten, eine Instagram-Aktion und eine digitale Veranstaltung.

Normalerweise wird es bunt und laut am 8. März, wenn Aktivist:innen am Internationalen Frauentag auf die Straße gehen. Große Demonstrationen wird es aufgrund der Corona-Pandemie in Frankfurt diesmal nicht geben. Doch der Tag soll trotzdem nicht untergehen, zumal die Gleichstellung der Geschlechter angesichts der Pandemie ein hochaktuelles Thema ist. So weist der Deutsche Gewerkschaftsbund darauf hin, dass die Corona-Krise die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern verschärfe und appelliert: Einen Rollback der Geschlechterrollen gelte es zu verhindern.

Auch die IG BAU warnt vor einem Rückschritt bei der Gleichberechtigung und verweist auf eine repräsentative Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung, nach der die durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit von Frauen im Zuge der Corona-Krise stärker gesunken ist als die von Männern.

„Insbesondere Minijobs werden in der Krise zunehmend zur Karrierefalle“, kritisiert der stellvertretende Bezirksvorsitzende Bruno Walle. In Frankfurt seien 60 Prozent aller rund 12 500 Minijobs in der Branche in Frauenhand. „Geringfügig Beschäftigte gehen nicht nur beim Kurzarbeitergeld leer aus. Sie sind auch häufiger von Entlassungen betroffen“, so Walle. Die IG BAU plädiert dafür, Minijobs sozialversicherungspflichtig zu machen.

Die Linke in Hessen fordert, den Frauenkampftag zum Feiertag zu machen. „Frauen verrichten nach wie vor den Großteil unbezahlter Tätigkeiten wie die Pflege Angehöriger, Hausarbeit und Kindererziehung und Homeschooling. Als ‚Dank‘ für diesen Einsatz bekommen sie im Durchschnitt niedrigere Löhne und niedrige Renten“, sagt Petra Heimer, Landesvorsitzende der Linken in Hessen. Zur Überwindung dieser Ungerechtigkeiten sei eine Umverteilung der Tätigkeiten zwischen den Geschlechtern nötig: Mehr gut bezahlte Erwerbsarbeit in Frauenhand und mehr von der Familien- und Sorgearbeit in Männerhand.

Das Feministische Streikkollektiv Frankfurt stellt am 8. März von 15.30 bis 17 Uhr einen Streikposten an der Hauptwache auf, um sich solidarisch zu zeigen mit allen, die täglich Sorgearbeit leisten. Für denselben Tag um 17 Uhr lädt ein queer-feministisches Bündnis zur Kundgebung an der Alten Oper und anschließend ab 18 Uhr zu einer Demonstration ein, bei der Cis-Männer nicht erwünscht sind.

Solidarität auch digital

Das Frankfurter Frauenreferat will mit einer Social-Media-Aktion zu digitaler Solidarität aufrufen. Auf dem Instagram-Kanal des Frauenreferats werden Videostatements von Vertreter:innen verschiedener Frankfurter Aktionsbündnisse zum Frauentagsmotto „Am Internationalen Frauen*tag kämpfen wir für …“ gezeigt. Mit einem Statement von Frauendezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) endet die Aktion am 8. März. Wer sich beteiligen will, kann Beiträge mit dem Hashtag #wirkämpfenfür versehen und das Frauenreferat (@frauenreferat_frankfurt) verlinken.

Währenddessen laden die Grünen ein zu einer partei- und generationenübergreifenden Onlinediskussion über Frauen in den Parlamenten. Über die „Hälfte der Macht den Frauen“ und was noch zu tun sei sprechen am Montag, 8. März, um 19 Uhr Christa Nickels, Staatsministerin a. D. (Grüne), Ursula Männle, Bayerische Staatsministerin a. D. (CSU), Ingrid Matthäus-Maier, bis 1999 MdB (FDP/SPD), Renate Künast, MdB (Grüne), Deborah Düring, Direktkandidatin BTWK Frankfurt I (Grüne) und Awet Tesfaiesus, Direktkandidatin BTWK Werra Meissner (Grüne). Teilnahme an der Veranstaltung über: global.gotomeeting.com/ join/928387301

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