Corona-Pandemie

AfD-Politiker bei Corona-Protest in Frankfurt

  • Hanning Voigts
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Am Samstag gibt es in Frankfurt zwei Kundgebungen gegen die geltenden Corona-Regeln, bei einer davon sprechen auch AfD-Politiker. Die Initiative „Aufklärung statt Verschwörungsideologien“ will dagegenhalten.

Wie in den vergangenen Wochen gibt es auch am heutigen Samstag zahlreiche Kundgebungen in Frankfurt, die die aktuelle Coronavirus-Pandemie und den politischen Umgang mit ihr zum Thema haben.

Ab 15 Uhr ruft der ehemalige Frankfurter Occupy-Aktivist Hajo Köhn wieder zu einer Protestveranstaltung an der Weseler Werft gegen die Corona-Einschränkungen auf. Köhn und seine Anhänger wollen die Kritik gegen die Corona-Regeln in sinnvolle Bahnen lenken und rufen auch dazu auf, Masken zu tragen und die Sicherheitsabstände einzuhalten. Vorige Woche hatten sich an ihrer Kundgebung etwa 200 Menschen beteiligt.

Ab 14 Uhr findet auf dem Roßmarkt eine Kundgebung mit dem Motto „Corona und der Einschnitt in unsere Grundrechte“ statt, die von Anhängern des Buchautors und Islamkritikers Zahid Khan organisiert wird. Neben Khan selbst sollen dort die thüringische AfD-Landtagsabgeordnete Corinna Herold, der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz aus Baden-Württemberg und die brandenburgische AfD-Landtagsabgeordnete Birgit Bessin sprechen. Seitz wird zum offiziell aufgelösten völkischen „Flügel“ seiner Partei gerechnet. „Die Gefahr, vor der man uns gewarnt hat, ist nicht ansatzweise so groß, dass sie die Zerstörung der Lebensgrundlage von Familien oder die Einschränkung unserer Grundrechte rechtfertigt“, heißt es im Aufruf zu der Kundgebung, deren Veranstalter laut Ordnungsamt mehrere Hundert Menschen erwarten.

Die Initiative „Aufklärung statt Verschwörungsideologien“, die bereits seit Wochen gegen unterschiedliche Gruppen von Corona-Skeptikern auf die Straße geht, ruft zu Protesten gegen beide Kundgebungen auf. Dort würden „krude Verschwörungsideologien, antisemitische und rassistische Verschwörungsmythen und dumpfer Hass auf ,die da oben‘“ verbreitet, teilte die Gruppe mit. Mit Blick auf die Kundgebung auf dem Roßmarkt sagte eine Sprecherin, man werde nicht zulassen, „dass solchen Akteuren eine öffentliche Bühne für ihre gefährliche Hetze in der Frankfurter Innenstadt geboten wird“. Die Gegendemonstranten wollen sich bereits ab 13.30 Uhr in der Innenstadt versammeln.

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