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„Meuthen ist Bundessprecher einer Partei, die offen rassistisch ist“, heißt es in dem Schreiben.

Jörg Meuthen

Protest gegen Auftritt von AfD-Politiker in Frankfurt

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Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ schreibt an Hochschulpräsident Dievernich und fordert ihn dazu auf, den AfD-Politiker auszuladen.

Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus Rhein-Main“ wehrt sich gegen den Auftritt des AfD-Politikers Jörg Meuthen auf einer Podiumsdiskussion am 5. April an der University of Applied Sciences Frankfurt (UAS). In einem offenem Brief fordert das Bündnis den Hochschulpräsidenten Frank E. P. Dievernich dazu auf, den AfD-Politiker wieder auszuladen.

Das „Center for Applied European Studies“ der Hochschule sowie „Pulse of Europe“ haben für Freitag, 5. April, 18 Uhr, Politiker unterschiedlicher Parteien eingeladen, um über die Europawahl zu diskutieren. Neben AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen nehmen die hessische Europaministerin Lucia Puttrich (CDU), Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD), Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch, FDP-Generalsekretärin Nicola Beer und die Europaabgeordnete Terry Reintke (Grüne) daran teil. Michel Friedman, Direktor des „Center for Applied European Studies“, und Daniel Röder von „Pulse of Europe“ moderieren.

„Meuthen ist Bundessprecher einer Partei, die offen rassistisch ist, die Religionsfreiheit für Muslime einschränken will und die Antisemiten wie Wolfgang Gedeon in ihren Reihen akzeptiert“, heißt es in dem Schreiben, das am Samstag bei der Kundgebung zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“ auf der Frankfurter Hauptwache verteilt wurde. Meuthen spreche für eine Partei, die den Holocaust als „Vogelschiss“ verunglimpfe und das Holocaustdenkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet habe.

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„Wir möchten Ihnen unsere Empörung über die Einladung zum Ausdruck bringen“, heißt es in dem Schreiben. Hochschulpräsident Dievernich solle Meuthen „wieder ausladen“. Zu den Unterzeichnenden zählen unter anderem die Hochschulgruppe „Aufstehen gegen Rassismus“ sowie die „Bunte Liste“ der Hochschule, das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt, Seebrücke Frankfurt, Die Linke Frankfurt sowie zahlreiche Privatpersonen.

Die Unterzeichnenden weisen darauf hin, dass sich die Hochschule in ihrem Leitbild für eine offene und plurale Gesellschaft einsetze. Im Leitbild steht: „Die Frankfurt University of Applied Science tritt jeder Form von Diskriminierung und Rassismus aktiv entgegen“. An der Hochschule für Angewandte Wissenschaften studieren mehr als 15.000 Menschen aus 100 Nationen.

Die Unterzeichnenden erinnern an die Rede, die Hochschulpräsident Dievernich auf der Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ in Frankfurt am 1. September vor 10.000 Menschen gehalten habe. Damals habe er sich zu Vielfalt und Zusammenhalt in der Gesellschaft bekannt.

Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus Rhein-Main“ geht davon aus, dass die Anwesenheit Meuthens weitere Anhänger aus dessen Umfeld anziehen wird. Am 5. April soll es ein „kulturelles Alternativangebot“ geben.

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