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Schule der Zukunft dank VR-Brillen: Henry (l.) und Batu gefällt das Konzept.
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Schule der Zukunft dank VR-Brillen: Henry (l.) und Batu gefällt das Konzept.

Frankfurt

Adornogymnasium in Frankfurt will Digitalisierung voranbringen

Das Frankfurter Adornogymnasium geht in Sachen Digitalisierung neue Wege - Roboter und Virtual-Reality-Brillen inklusive.

Dass mit der Corona-Pandemie die digitalen Defizite der Bildungspolitik zum Vorschein gekommen sind, ist nicht neu. Das Frankfurter Adornogymnasium hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, an die während dieser Zeit gemachten Erfahrungen anzuknüpfen und sie in ein Konzept zur Bildung der Zukunft einfließen zu lassen.

Die Basis bildet ein technischer Experimentierraum, der den Lehrkräften und Schüler:innen für den schulischen Alltag zur Verfügung steht. Die Ausstattung reicht von Laptops über kleine Roboter bis hin zu Virtual-Reality-Brillen. Unterstützt wurde die Anschaffung durch den Zukunftsrat Frankfurt. Das Schulentwicklungsprojekt wird im nächsten Schuljahr mit einer einjährigen Erprobungsphase in der nun beginnenden Oberstufe beginnen, bevor das Digitalisierungskonzept am Adornogymnasium verbindlich umgesetzt und erweitert wird.

Hannes Pulch hat mit Schüler:innen einen digitalen Escape Room gebaut, der über die VR-Brille zu erkunden ist. Der Informatiklehrer erklärt, die Technologie könne in allen naturwissenschaftlichen Fächern angewandt werden. „Bald kann ich mit meiner Biologieklasse interaktiv einen Bienenstock von innen anschauen.“ Atome von Nahem betrachten, den menschlichen Körper im Modell erlernen oder andere Städte virtuell bereisen – den Möglichkeiten der Anwendung seien keine Grenzen gesetzt. Die Schüler:innen könnten sowohl auf bestehende Angebote zurückgreifen als auch selbst programmieren.

Ziel des Konzepts sei es, sowohl mit als auch über Medien zu lernen. Marija Vlaski, die Leiterin der Mediengruppe des Gymnasiums, möchte die Medienbildung fest im Lehrplan verankern. Alle Schüler:innen erhalten Laptops, und darüber hinaus werden ebenfalls für Lehrkräfte regelmäßig Kurse zur Benutzung der neuen Medien angeboten. Auch eine Programmiersprache soll erlernt werden. So könnten innovative Lernformate und neue Tools optimal in den Unterricht eingebunden werden.

Schulleiter Mathias Koepsell sieht den Mehrwert der digitalen Medien. Die Digitalisierung des Bildungssystems sei die zentrale Aufgabe der Zukunft. „Wegen der Pandemie mussten wir schnell auf digitalen Unterricht wechseln. Für uns ist klar, dass wir die Vorzüge des hybriden Unterrichts auch in Zukunft nutzen werden.“ Das zeit- und ortsunabhängige Lernen setze mehr auf Freiheit und Vertrauen statt auf Kontrolle und Struktur.

Zur neuen Herangehensweise gehöre auch, dass spezifische Informationen nicht mehr auswendig gelernt, sondern die Informationsflut effektiv gefiltert und aufbereitet werden müsse. „Wir als Schule müssen fragen: Wie wird in Zukunft gelernt? Wie gehen wir mit dem Wissen um? Und wie schaffen wir es, dass unsere Schülerinnen und Schüler Verantwortung für die Welt übernehmen?“ Koepsell möchte seine Schüler:innen dafür mit den richtigen Werkzeugen ausstatten. VR-Brillen seien erst der Anfang.

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