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Abstellplätze für E-Scooter

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Von: Matthias Bittner

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Feste Abstellplätze für E-Scooter wie hier an der Baseler Straße soll es bald überall in der Stadt Frankfurt geben.
Feste Abstellplätze für E-Scooter wie hier an der Baseler Straße soll es bald überall in der Stadt Frankfurt geben. © ROLF OESER

Um das E-Scooter-Chaos endlich in den Griff zu kriegen, erarbeitet die Stadt ein Konzept, das feste Abstellplätze für die Roller vorsieht. Die Ortsbeiräte sollen bei der Suche nach geeigneten Abstellflächen helfen und Standorte benennen.

Um das E-Scooter-Chaos endlich in den Griff zu bekommen, will der Magistrat ein Konzept für „Feste Abstellplätze für E-Scooter“ auf den Weg bringen. Gemeinsam mit den Anbietern der E-Scooter wurde vereinbart, zunächst in der Innenstadt und im Bahnhofsviertel – also dort, wo viele Fußgängerinnen und Fußgänger unterwegs sind – Parkplätze auszuweisen. Das fertige Konzept kann nach Mitteilung des Magistrats öffentlich vorgestellt werden, allerdings nicht separat in allen 16 Ortsbeiräten, dazu fehlten die personellen Kapazitäten. Der für die Innenstadt zuständige Ortsbeirat 1 hatte um Präsentation in einer seiner Sitzungen gebeten.

Feste Parkplätze für E-Scooter sind schon an der Baseler und an der Berliner Straße ausgewiesen worden. Aber die Suche nach geeigneten Abstellflächen ist laut Stadt enorm schwierig. Bei fünf Anbietern und je drei E-Scootern pro Firma müsse jeder Parkplatz etwa 15 Meter lang sein, erläuterte Wulfila Walter, Büroleiter im Verkehrsdezernat von Stefan Majer. Solche Flächen müsse man in der Stadt erst mal finden (die FR berichtete).

In einer späteren Phase des in mehreren Stufen zu erarbeitenden Konzeptes baut der Magistrat daher auf die Unterstützung der Stadtteilparlamente. Es geht darum zu beantworten, ob und wenn ja, in welchen weiteren Stadtgebieten, E-Scooter-Parkplätze ausgewiesen werden sollen. Ansprechpartner seien da die Stadtteilparlamente, die die Gegebenheiten vor Ort am besten kennen und bei der Definition weiterer Abstellflächen behilflich sein können.

Das Konzept enthält auch Regeln zur Benutzung der E-Scooter. So darf im Umkreis von 100 Metern einer ausgewiesenen Abstellfläche eine Fahrt nicht mehr beendet werden. Die Roller müssen dort geschoben werden.

Zudem wird ein Leistungsverzeichnis erarbeitet, um auf dessen Basis in der zweiten Jahreshälfte ein Ingenieurbüro zu beauftragen, in den übrigen Straßen der Innenstadt und des Bahnhofsviertels entsprechende Flächen für E-Scooter-Parkplätze zu identifizieren. Vor allem in der Nähe der zentralen S- und U-Bahn-Stationen sollen Abstellplätze ausgewiesen werden.

Laut Magistrat werden die Abstellflächen mit entsprechenden Verkehrszeichen beschildert und auf dem Boden mit Piktogramme markiert. Befinden sich die Abstellflächen auf Gehwegen, sollen diese durch weiße Umrandungen zusätzlich gekennzeichnet werden.

Erprobt wird derzeit eine kartengestützte Software, mit deren Hilfe die um die Abstellflächen gesperrten Zonen abzubilden sind. Die Anbieter der E-Scooter werden über die Gebiete informiert und müssen diese in ihre eigene Software übernehmen. In dieser Software werden alle Flächen hinterlegt, die per Sondernutzungserlaubnis von E-Scootern freizuhalten sind. Die Software informiert die Anbieterfirmen automatisch über regelwidrig abgestellte E-Scooter. Der Magistrat hat somit Kontrollmöglichkeiten.

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