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EZB-Eröffnung

Abiturprüfung am anderen Ende der Stadt

  • Judith Köneke
    VonJudith Köneke
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Am 18. März wird nicht nur die Europäische Zentralbank eröffnet, es ist auch der Tag der Abiturprüfungen in Mathe. Die weiträumigen Absperrungen und der Lärm könnte ein Belastung für die Abiturienten im Ostend sein.

Am 18. März wird nicht nur die Europäische Zentralbank eröffnet. Die hessischen Schüler schreiben an diesem Tag auch ihre Abiturprüfungen in Mathe. Weiträumige Absperrungen und Lärm könnten ein Problem für Schüler, insbesondere für die Abiturienten im Ostend werden. „Wir werden die Klausuren im Gymnasium Riedberg schreiben lassen“, sagt Thomas Mausbach, Schulleiter des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums. Die Schule liegt nah an der Sicherheitszone.

„Es muss ja nicht sein, dass an diesem Tag der Krieg tobt,“ sagt Mausbach. Aber es reiche schon, wenn die ganze Zeit ein Hubschrauber über der Schule kreise oder beständig ein Martinshorn zu hören sei. Der Schulleiter hat sich bereits vor einigen Wochen mit dem staatlichen Schulamt verständigt und dafür entschieden auszuweichen.

Natürlich bedeute das einen zusätzlichen Aufwand für Lehrer und Schüler, erklärt Mausbach. Doch Proteste habe es nicht gegeben. Man werde nun die Schüler vorbereiten und ihnen genaue Anweisungen geben, damit die rund 100 Abiturienten ihren Weg ans andere Ende der Stadt finden. Gagernschüler Frederik Michalke, ehemaliger Stadtschülersprecher, unterzieht sich auch an diesem Tag der Matheprüfung. „Ich nehme den längeren Weg in Kauf“, sagt er. „Wichtig ist, dass es ruhig ist.“

Die Schüler der Helmholtzschule an der Habsburgerallee werden dagegen ihre Abiturklausuren wie gewohnt im Schulgebäude absolvieren. „Wir sehen keine Notwendigkeit, die Prüfungen auszulagern“, sagt Schulleiter Gerrit Ulmke. Die Schule sei weit genug entfernt, man habe mit der Polizei gesprochen.

„Natürlich weisen wir die Schüler darauf hin, dass sie frühzeitig losfahren müssen“, sagt Ulmke. Bei Problemen oder Verspätungen werde man eine Lösung finden. Noch hätten sich weder Schüler noch Eltern sorgenvoll geäußert. Die Stimmung sei völlig ruhig und entspannt.

Ob die anderen Schüler des Gagern-Gymnasiums an diesem Tag die Schule besuchen, sei noch nicht entschieden, sagt Mausbach. Er wolle sich noch mit Kollegen und dem staatlichen Schulamt besprechen. Denn schließlich sei die Schule eines der wenigen öffentlichen Gebäude an den Absperrungen. Die Variante, den ganzen Schulbetrieb ausfallen zu lassen, findet Mausbach nicht abwegig. Eltern zeigten sich auf der Infoveranstaltung der Polizei ebenfalls besorgt, dass ihre Kinder heil zur Schule und zurückkommen. Die Uhlandschule etwa befindet sich mitten in der Sperrzone. Die Polizei beruhigte die Eltern – für die Schüler bestehe keine Gefahr.

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