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Die Standardmodule der Wohnungen lassen sich reihen und stapeln, die Treppen liegen außen.
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Die Standardmodule der Wohnungen lassen sich reihen und stapeln, die Treppen liegen außen.

Wohnen in Frankfurt

ABG-Musterwohnung ist fertig

  • VonBernadette Weimer
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Kostengünstiges Wohnen im Frankfurter Stadtteil Oberrad: Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG präsentiert ein Vorzeigemodell - mit einer Nettokaltmiete von maximal zehn Euro pro Quadratmeter.

Das Modellprojekt für kostengünstiges Wohnen im Frankfurter Stadtteil Oberrad geht in seine Schlussphase. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) und Frank Junker, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft ABG, haben am Freitag eine vor kurzem fertiggestellte Musterwohnung präsentiert. „Es ist ein Vorzeigeprojekt“, sagte Josef und lobte den innovativen Grundriss der Wohnungen sowie die einfachen Konstruktionsprinzipien.

In der Gräfendeichstraße entstehen 46 solcher Wohnungen. Das Besondere: Die Nettokaltmiete pro Quadratmeter beträgt maximal zehn Euro. Damit liegen die Kosten laut Josef etwa 20 Prozent unter der üblichen Miete bei Neubauten der ABG – und weit mehr als ein Drittel unter dem Durchschnitt der Mieten auf dem freien Markt in Frankfurt. „Jeder hat hier die Möglichkeit, sich eine Wohnung zu leisten“: eine breite Schicht der Bevölkerung, sowohl Senioren, Familien als auch Singles.

Die Gebäude, die vom Frankfurter Architekturbüro Schneider + Schumacher entworfen wurden, basieren auf Standardmodulen, die sich aneinanderreihen und stapeln lassen. Treppen aus Metall liegen zum Beispiel außen an den Häuserwänden an. „Der Balkon ist abgeschottet vom Eingangsbereich, auf den Dächern sind Photovoltaikanlagen“, erklärte Josef.

Dass die ABG intelligenten, aber preiswerten Wohnungsbau gerade in diesem Projekt verwirklicht habe, betonte auch Frank Junker: Die ABG wolle für qualitätsvolle Architektur stehen „und keine Schlichthäuser bauen“. Auch unter solchen Bedingungen wie in Frankfurt wolle die ABG zeigen, wie Wohnungsbau qualitativ hochwertig und preisgünstig funktioniere. „Wichtig ist uns, nicht bei der Energieeffizienz zu sparen, um auch die Nebenkosten für die Mieter niedrig zu halten“, sagte Junker.

Jede Wohnung hat eine Wohnküche – die Eingangstür führt direkt in das Wohnzimmer hinein. Der Boden ist in allen Räumen mit PVC ausgelegt, einem Produkt, das Laminat ähnelt. Alle Wohnungen haben zwei bis vier Zimmer, die größte ist 85 Quadratmeter groß.

Etwa 6,9 Millionen Euro hat die ABG in das Projekt investiert. Auch in Zukunft sollen weitere solcher Wohnungen in Frankfurt entstehen. Details zu den Plänen gaben Junker und Josef gestern nicht bekannt.

Der vergleichsweise niedrige Mietpreis pro Quadratmeter lasse sich jedenfalls für nachkommende Projekte nur schwer umsetzen. „Zu sehr steigen die Baukosten, rechtliche Vorgaben, die sich nicht aussetzen lassen, und vor allem die Bodenkosten – Parameter, auf die die Kommunen keinen Einfluss haben“, sagte Junker gestern.

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