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Wohnungen

ABG Frankfurt: 719 Mietwohnungen mehr

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Die ABG legt ihre Jahresbilanz für 2019 vor. 719 Mietwohnungen sind in dem Jahr fertig geworden, der Konzernüberschuss liegt bei 68,7 Millionen Euro. Wegen Corona werden 2020 Einbußen erwartet.

Die Frankfurter Wohnungsgesellschaft ABG „ist auf dem richtigen Weg“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Gesellschaft, am Dienstag bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2019. Im vergangenen Jahr seien 719 Mietwohnungen fertig geworden, rund 43 Prozent davon sind öffentlich gefördert. In den nächsten fünf Jahren sollen für 2,4 Milliarden Euro rund 5600 Neubauwohnungen entstehen, außerdem soll mit der Planung und dem Bau von 3200 Wohnungen begonnen werden. „Es gibt kein Nachlassen“, sagte Feldmann. „Wir bauen, damit der Mietwahnsinn in Frankfurt Schritt für Schritt beendet wird.“

Auch ABG-Geschäftsführer Frank Junker spricht von einem guten Geschäftsjahr. Immerhin lag der Konzernüberschuss bei 68,7 Millionen Euro. Das sind allerdings 44 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Das liege daran, dass im Vorjahr eine Liegenschaft verkauft wurde, „die man aber eben nur einmal verkaufen kann“, sagte Junker. Die Aussichten für 2020 sind dagegen nicht ganz so rosig. „Corona geht nicht spurlos an uns vorbei“, sagte Junker. Zwar habe es wegen der Pandemie keine Unterbrechungen beim Bauen gegeben, aber er rechne mit 15 bis 20 Millionen Euro Umsatzeinbußen.

Das liegt vor allem an den Parkhäusern, die von einer ABG-Tochtergesellschaft betrieben werden. „Wenn niemand einen Euro in den Parkautomaten wirft, kommt der Euro nicht an“, sagte Junker. Nach dem Lockdown habe es von heute auf morgen einen Einbruch von 95 Prozent gegeben. Bis heute sei die Auslastung beim Parken nicht wie vorher. Auch bei der Saalbau, die Veranstaltungsräume vermietet, gebe es durch Corona wirtschaftliche Folgen. „Da hat sich die Situation auch nicht wirklich verbessert“, sagte Junker.

Doch für Junker lassen sich die drohenden Einbußen gut „verdrücken“. Die ABG habe eine gute Kapitaldecke, „wir gehen davon aus, dass wir Investitionen wie geplant durchführen können“. Und geplant ist für die nächsten Jahre schließlich viel. Große Neubauprojekte soll es etwa für das Hilgenfeld nördlich des Frankfurter Bergs geben, wo 850 Wohnungen entstehen sollen, und am Rebstock, wo 1000 Wohnungen gebaut werden können.

Feldmann sagte, dass sich die „aktuelle Wirtschaftslage durchschlagen könnte, wenn wir nicht Dämme bauen“. Vor dem Hintergrund der Pandemie sei es gut, dass der Mietenstopp für die ABG-Wohnungen auf zehn Jahre verlängert worden sei. Er warb aber noch einmal für eine allgemeine Deckelung der Mietanstiege in der gesamten Stadt nach Vorbild der Regelung bei der ABG. „Sechs von sieben Haushalten in Frankfurt sind nicht bei der ABG“, sagte Feldmann. „Deshalb müssen wir das Erfolgsmodell auf die Stadt übertragen“. So solle eine „Brücke über die Pandemie“ gebaut werden. Ob ein Mietenstopp in den Privatbereich übertragen werden kann, „da gibt es unterschiedliche Auffassungen“, sagte Feldmann. „Das bedarf möglicherweise einer rechtlichen Klärung.“

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