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Abdul-Rahman Al-Zbib bekam den Preis in diesem Jahr. Foto: „obs/Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“

Frankfurter Buchmesse

Abdul-Rahman Al-Zbib erhält Raif-Badawi-Preis

Die Friedrich-Naumann-Stiftung verleiht ehrt per Livestream den mutigen Journalisten aus dem Jemen.

Sich trotz Krieg und Armut für Menschenrechte einsetzen - dieser Mut verdient eine besondere Würdigung, findet die FDP-nahe Friedrich-Naumann Stiftung. In diesem Jahr ehrt sie daher zusammen mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels per Livestream den jemenitischen Journalisten und Anwalt Abdul-Rahman Al-Zbib mit dem Raif Badawi Preis.

„Wir können uns nicht nur beschweren, wir müssen etwas tun“, begründet Al-Zbib sein Engagement. Von seinem Wohnzimmer im Jemen heraus berichtet er von der Situation vor Ort: „Jeden Morgen erwarte ich in den Trümmern meines Hauses aufzuwachen.“ Jemen leide unter einem brutalen Krieg, in dem keine Rechte beachtet würden. Über 80 Prozent der Menschen im Jemen seien von humanitärer Hilfe abhängig.

In seiner Dankesrede appelliert Al-Zbib an andere Journalisten, es ihm gleichzutun, Solidarität zu zeigen und „die Stimme gegen die Unterdrückung zu erheben“. Der 39-Jährige unterhält einen Radiosender, in dem er auf Korruption, Rechtsverletzungen und Unterdrückung aufmerksam macht. Gleichzeitig setzt er sich als Anwalt für politische Gefangene ein.

Die Auszeichnung für couragierte Medienschaffende aus dem Nahen Osten wurde 2012 ins Leben gerufen, als der saudische Blogger Raif Badawi wegen seiner Berichterstattung zu zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt wurde. Der liberale Denker setzte sich unter anderem für die Gleichheit der Religionen in Saudi-Arabien ein. Nach wie vor setzen sich lokale und internationale Akteure für Badawis Freilassung ein.

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