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Ab März Bobsport in Frankfurt

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Bobpilotin Kim Kalicki (rechts) wechselt nur den Trainingsstandort, bleibt ihrem Wiesbadener Verein aber treu. Bei Olympia wurde sie Vierte.
Bobpilotin Kim Kalicki (rechts) wechselt nur den Trainingsstandort, bleibt ihrem Wiesbadener Verein aber treu. Bei Olympia wurde sie Vierte. © AFP

Eintracht Frankfurt erweitert sein Portfolio und übernimmt die Sportlerinnen und Sportler aus der Trainingsgruppe des TuS Eintracht Wiesbaden. Auf dem Gelände an der Sportanlage Hahnstraße soll zudem eine Anschubstrecke gebaut werden.

Eintracht Frankfurt wird das neue Zuhause des hessischen Bobsports. Die Bob-Athletinnen und -Athleten der Gruppe des hessischen Landestrainers Tim Restle, die bisher bei TuS Eintracht Wiesbaden gefahren sind, trainieren künftig unter dem Dach von Eintracht Frankfurt. Von dem Umzug nach Frankfurt zum 1. März sind 14 Sportlerinnen und Sportler betroffen. Einige wechseln nur den Trainingsort, andere starten künftig auch für die Eintracht. Für Eintracht Frankfurt heißt das: Die Abteilung Eissport, in der bislang Curling und Eisstockschießen zusammengefasst waren, wird um Bob erweitert.

Der Standort Frankfurt wird zugleich der neue Stützpunkt des Hessischen Bob- und Schlittenverbandes (HBLV). Präsidentin Erica Fischbach, die auch die organisatorischen Aufgaben in Sachen Bobsport bei der Eintracht übernimmt, sieht deutliche Vorteile am neuen Standort. „Es gibt bessere Trainingsmöglichkeiten für unsere Athletinnen und Athleten, und die brauchen wir, um uns weiterzuentwickeln“, sagt Fischbach. Weitere Vorteile seien die Nähe zum Kooperationspartner Hessischer Leichtathletik-Verband (HLV) und auch die finanziellen Möglichkeiten, die ein professionell aufgestellter Verein wie die Eintracht bietet.

Nun ist es aber nicht so, dass in Frankfurt eine Eisrinne gebaut wird, vielmehr geht es darum, dass die Athletinnen und Athleten künftig als neue Trainingsstätte den Bundesstützpunkt der Leichtathletik in Niederrad, die Sportanlage an der Hahnstraße, nutzen können. Dort sollen die athletischen Grundlagen gelegt werden, die – speziell für die Anschieber:innen – wichtig sind, um mit dem Bob schon am Start Tempo zu machen. Bestes Beispiel ist Deborah Levi, die als Anschieberin Olympiasiegerin im Zweierbob zusammen mit Laura Nolte wurde und seit Jahren an der Hahnstraße trainiert.

Um künftig noch zielgerichteter trainieren zu können, ist die Eintracht unter Umständen bereit, zusammen mit der Stadt den Bau einer neuen Anschubbahn auf der Sportanlage in Niederrad in Angriff zu nehmen. Vom Verein und von der Stadt gebe es große Unterstützung für die Anschubbahn, sagt Tim Restle, der Trainer und zukünftige Sportliche Leiter zuversichtlich. In Wiesbaden hingegen wäre eine solche Bahn nicht realisierbar gewesen, zudem konnten die Athletinnen und Athleten wegen des parallel stattfindenden Schulbetriebs häufig Vormittags nicht trainieren. Das werde bei Eintracht Frankfurt anders sein.

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