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Sieben Meter hoch ist das Schneidrad vorne am Bohrer.

Verkehr

Der Tunnelbohrer kommt

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Das 580 Tonnen schwere  Gerät  für den Ausbau der U5 wird geliefert.

Die gewaltige Tunnelbohrmaschine für den Ausbau der U-Bahn-Linie 5 ist in Teilen im Europaviertel angekommen. Per Schwertransporter lieferte die Firma Herrenknecht in der Nacht zum heutigen Dienstag das sieben Meter hohe Schneidrad. Es wurde für den Transport zerlegt und wird an der Europa-Allee wieder zusammengeschweißt. Im Laufe des Tages komme mit dem sogenannten Mittelelement, dem Hauptantrieb der Maschine, eine weitere Komponente an, teilte die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mit. Am Mittwoch folgten Einzelteile des sogenannten Schildschwanzes, und im Laufe der nächsten Wochen würden die übrigen Teile geliefert.

Die Tunnelvortriebsmaschine ist 80 Meter lang, besteht aus 150 000 Einzelteilen und wiegt 580 Tonnen. Sie soll im Mai in die Startbaugrube eingehoben werden. Im August soll der Bohrer seine Tätigkeit aufnehmen.

Die Maschine gräbt zwei Tunnelröhren für die U5, jeweils von der Europa-Allee bis zum Platz der Republik, wo es einen unterirdischen Anschluss gibt. Kosten für die Maschine nannte die VGF nicht.

Die Kosten des Bauprojekts waren zuletzt deutlich gestiegen. Die zuständige Stadtbahn-Europaviertel Projektbaugesellschaft (SBEV), eine Tochter von VGF und Stadt, bezifferte die Mehrkosten auf 101 Millionen Euro. Damit liegen die Gesamtkosten bei 373,5 Millionen Euro. 2024 sollen die ersten Züge fahren. Begründet wurden die Mehrkosten unter anderem mit der längeren Bauzeit. So hatten Funde von Bombenresten aus dem Zweiten Weltkrieg zu einer Verzögerung um 13 Monaten gesorgt. Außerdem gab es eine inflationsbedingte Preissteigerung sowie zusätzliche Kosten wegen des schlechten Baugrundes. Die Stadtverordneten müssen den Mehrkosten noch zustimmen.

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