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690 Einsätze für die freiwillige Feuerwehr

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Von: Thomas Schmidtutz

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Freiwillige Feuerwehr Heddernheim vorm alten Gerätehaus.
Freiwillige Feuerwehr Heddernheim vorm alten Gerätehaus. © Renate Hoyer

Brandschützer und Brandschützerinnen ziehen Bilanz. Stadt sagt weiterhin finanzielle Unterstützung zu.

Exakt 932 Mitglieder hat die freiwillige Feuerwehr (FFW) in 28 Ortsteilen und einer Rettungshundestaffel – eine Zahl, die seit Jahren leicht ansteigt. Ende 2021 hat sie erstmals die Schwelle von 900 überschritten. In der Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbands machte die Politik den freiwilligen Feuerwehren Hoffnung auch auf finanzielle Unterstützung.

„Wir können, dürfen und wollen nicht auf die freiwilligen Feuerwehren verzichten“, sagte Stadträtin Stephanie Wüst (FDP), die in Vertretung der erkrankten Sicherheitsdezernentin Annette Rinn (FDP) in die Mehrzweckhalle des Brandschutzzentrums gekommen war. Mehrere Hundert Mitglieder der FFW waren an diesem Samstag versammelt.

Im vergangenen Jahr habe die Stadt ein Defizit der FFW von 25 000 Euro aufgefangen, erinnerte Wüst, dies werde auch weiter geschehen, wenn erforderlich. „Auf der Prioritätenliste stehen neue Gerätehäuser für die freiwilligen Feuerwehren ganz oben“, versicherte Wüst. Es gehe schneller, wenn die Stadt ein eigenes Grundstück habe, es könne, wie in Oberrad, auch mal 20 Jahre dauern, bis das Feuerwehrhaus fertig werde. Wüst sicherte auch zu, dass die Stadt das Feuerwehrkonzept 2040 umsetzen werde. Dort geht es auch im die Installation von Sirenen – um im Brand- oder Katastrophenfall besser warnen zu können.

Stadtbrandinspektor Dirk Rübesamen, Chef der freiwilligen Feuerwehren, zeigte sich ein wenig enttäuscht darüber, dass 2022 nicht das Jahr der Erholung nach der Pandemie geworden war, sondern ein Jahr, in dem die Feuerwehrleute sprachlos vor den Bildern aus der Ukraine stehen: „Wir denken oft an die Kameraden, die dort unter schwierigsten Bedingungen Brände löschen und Verletzte versorgen.“ Auch in Deutschland gebe es Grund zum Kopfschütteln: Etwa, als in der Silvesternacht landesweit Angriffe auf Einsatzkräfte stattgefunden haben.

Insgesamt, so Rübesamen, haben die freiwilligen Feuerwehren im vergangenen Jahr 690 Einsätze gefahren, davon 467 Brände, 182 Hilfeleistungen sowie 29 Einsätze für die Notfallseelsorge, bei der die FFW eine Art Taxidienst zu organisieren hat. Insgesamt kamen 11 520 Einsatzstunden zusammen. Karl-Heinz Frank, Leiter der Berufsfeuerwehr, betonte in seiner Ansprache die Notwendigkeit, gut zusammenzuarbeiten zwischen Berufs- und freiwilliger Feuerwehr. Beide Systeme ergänzten sich.

Auch Vertreter der Römer-Parteien waren in der Hauptversammlung anwesend und sprachen Grußworte, so Christoph Rosenbaum, sicherheitspolitischer Sprecher der Grünen, Nils Kößler, Fraktionsvorsitzender der CDU, Roger Podstatny, SPD-Stadtverordneter, und Uwe Becker, der CDU-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters.

Die Neuwahlen verliefen unspektakulär. Torsten Greiff wurde zum Kassier des Kreisfeuerwehrverbands gewählt, Markus König zum Schriftführer, vertreten von Michael Winter, dem zweiten Schriftführer. Andreas Ruhs ist als Beisitzer Vertreter der Branddirektion, Stefan Krauss wurde zudem zum Beisitzer gewählt. Die meisten Abstimmungsergebnisse waren einstimmig.

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