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600 Geflüchtete aus Ukraine in der Frankfurter Messe

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Von: Timur Tinç

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Frieden für die Ukraine.
Frieden für die Ukraine. © Michael Schick

Die Stadt Frankfurt hat insgesamt schon rund 2000 Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, untergebracht. Die Stadt bittet von Spenden direkt in den Unterkünften abzusehen.

Fast minütlich ändern sich die Zahlen, die Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne) auf ihrem Computer abruft. 600 geflüchtete Menschen aus der Ukraine waren es am Sonntagnachmittag, die im Erstaufnahmezentrum an der Frankfurter Messe gezählt wurden.

„Das Ziel ist, bis spätestens Dienstagvormittag 2000 Plätze geschaffen zu haben. So wie es der Einsatzbefehl des Landes vorsieht“, sagte die Stadträtin. Insgesamt hat die Stadt an die 2000 Menschen in den verschiedensten Unterkünften wie Sport- und Turnhallen sowie Hotels untergebracht. Die Tendenz ist steigend.

„Die Menschen sollten aus Frankfurt an die Kommunen verteilt werden“, fordert Voitl in Richtung Land Hessen. Aktuell würde immer noch die Regelung gelten, dass sie in die Erstaufnahmeeinrichtung nach Gießen müssen. „Unser Ziel ist, dass kein geflüchteter Mensch auf der Straße bleiben muss“, sagte Voitl. Die Stadt habe es geschafft, vor der Lage zu bleiben. Das kann sich aufgrund der dynamischen Situation aber auch ändern.

Voitl appelliert indes an die Bevölkerung, keine Spenden, Essen oder Sonstiges an die Messe oder die Orte zu bringen, wo Geflüchtete untergebracht sind. „Die Hilfsbereitschaft ist beeindruckend“, sagte Voitl. „Spontane Sachspenden oder Hilfsangebote bewirkten leider trotz guter Absicht oft das Gegenteil.“ Es müssten Hygienestandards eingehalten werden und es mangele den Menschen an nichts, erklärte die Dezernentin. tim

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