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Luigi Brillante, Spitzenkandidat der Europaliste für Frankfurt schaffte es wieder in den Römer.
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Luigi Brillante, Spitzenkandidat der Europaliste für Frankfurt schaffte es wieder in den Römer.

Luigi Brillante

Mit 5791 Einzelstimmen in den Römer kumuliert

Am Wahlabend sah es noch ganz danach aus, dass die Europaliste für Frankfurt (ELF) nur 0,1 Prozent der Stimmen bekommt und es nicht ins Stadtparlament

Von Canan Topçu

Am Wahlabend sah es noch ganz danach aus, dass die Europaliste für Frankfurt (ELF) nur 0,1 Prozent der Stimmen bekommt und es nicht ins Stadtparlament schafft. Doch dann passierte ein kleines Wunder: Über Einzelstimmen gelang dem ELF-Spitzenkandidaten Luigi Brillante doch noch der Einzug in den Römer. Keine Frage, darüber freut sich der aus Italien stammende Frankfurter. Keinen Hehl macht er aber auch aus seiner Enttäuschung, dass die ELF nicht mehr Kreuze bekommen hat. „Wir hatten mit zwei Sitzen gerechnet“, sagt der 52-Jährige.

Dass er so viele Einzelstimmen (5791) bekam, überraschte ihn. Erklären kann sich das Brillante damit, dass ihn in Frankfurt recht viele Menschen – vor allem aus den Migrantengemeinden – kennen. Dass er kein Unbekannter ist, hat einerseits mit seiner Arbeit und andererseits mit seinem langjährigem Engagement in der Politik zu tun. Der aus Neapel stammende und seit 1978 in Frankfurt lebende Brillante leitet eine Beratungsstelle für italienisch-stämmige Migranten. Und in der Lokalpolitik mischt Brillante, der in Frankfurt Politikwissenschaften studierte, seit 1997 mit – in den ersten Jahren als Mitglied der Kommunalen Ausländervertretung (KAV). 2001 kandidierte er mit seiner neu gegründeten Liste bei den Kommunalwahlen, schaffte es ins Stadtparlament und gab daraufhin sein Mandat im Ausländergremium ab.

Kein Geld für Fraktionsarbeit

Mitgemischt hat Brillante in der Kommunalpolitik auch in den vergangenen fünf Jahre. Abgesehen von der Aufwandsentschädigung gab es für seine Liste, dessen einziger Stadtverordnete er war, keinen Fraktionsstatus und somit von der Stadtkasse kein Geld für die Fraktionsarbeit. Übrigens ist das, was Brillante Ende März bei der Kommunalwahl erlebte, keine ganz neue Erfahrung.

Schon bei der bei der KAV-Wahl im vergangenen Herbst, für die er auf einem der mittleren Plätze der Liste „Wir in Frankfurt“ kandidierte, wurde er auf Platz 1 kumuliert. Dabei war seine KAV-Kandidatur nur als eine symbolische Geste gedacht gewesen. Ambitionen, KAV-Mitglied zu werden, hatte Brillante eigentlich nicht. Er beteiligt sich aber engagiert an den Debatten, wie aus dem Gremium zu hören ist.

KAV-Vorsitzender Enis Gülegen schätzt Brillante als einen besonnen und kompetenten Politiker und freut sich, dass er es wieder ins Stadtparlament geschafft hat. Denn dort engagiere der Frankfurter italienischer Herkunft sich für all die Themen, die Migranten betreffen.

Brillante selbst würde das so nicht unterschreiben, er sagt von sich, dass er Politik für alle Frankfurter mache, unabhängig von der Herkunft. Einsetzen will sich der 52-Jährige für eine gerechte Bildungspolitik, für Senioren und natürlich auch für die Integration – von Einheimischen und Eingewanderten.

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