+
Die Skyline von Frankfurt.

Frankfurt und der Brexit

5149 Euro Miete für 150 Quadratmeter

  • schließen

Eine Studie zum Brexit vergleicht die Lebenshaltungskosten in Frankfurt und Paris. Am Main sind die Preise günstiger. Für 150 Quadratmeter sind hier im Schnitt 2355 Euro Miete zu zahlen; in Paris sind es 5149 Euro.

Welche Stadt gewinnt den Kampf um die Banker, die London nach dem Brexit den Rücken kehren? Das Umzugs-Startup-Unternehmen Movinga hat in einer Studie die beiden Städte Frankfurt und Paris verglichen. Dabei stechen vor allem die weitaus günstigeren Lebenshaltungskosten in Frankfurt ins Auge.

Nach den bisherigen Ankündigungen einzelner Banken in London kommen die Umzugsspezialisten auf rund 13 200 Arbeitsplätze, die von der britischen Hauptstadt wegbewegt werden.

In Frankfurt eine neue Wohnung zu finden, käme nach den Recherchen der Firma wesentlich preisgünstiger. In Paris liege die durchschnittliche Monatsmiete einer Wohnung von 150 Quadratmetern bei 5148,86 Euro. Für Frankfurt ermittelten die Fachleute eine Durchschnittsmiete von 2355 Euro.

Eine Eigentumswohnung in einer Größe von 150 Quadratmetern koste in Frankfurt im Durchschnitt 1,19 Millionen Euro. Auf diesem Sektor liegt Paris gar nicht soweit in Front: Mit einem Durchschnittspreis von 1,43 Millionen Euro.

Sprechen die niedrigeren Kosten für das Wohnen eher für Frankfurt, ist ein Umzug von London nach Paris natürlich preisgünstiger zu organisieren als die Verlagerung eines Haushalts nach Frankfurt. Die Ausgaben für den Umzug nach Paris beziffert das Unternehmen auf durchschnittlich 1385,49 Euro. Für die Verlagerung von London nach Frankfurt müsste die Banker-Familie dagegen mit Ausgaben von 2689,72 Euro rechnen.

Bei den durchschnittlichen Büromieten schneidet Frankfurt ungleich günstiger ab als die französische Metropole.

Für Frankfurt ermittelten die Fachleute eine durchschnittliche Büromiete von 37 Euro pro Quadratmeter. In Paris müssen im Durchschnitt 55,42 Euro pro Quadratmeter kalkuliert werden.

Der Umzug der etwa 13 200 Banker von London würde für die deutsche wie für die französische Wirtschaft nach den Recherchen von Movinga einen erheblichen Zuwachs an Kaufkraft bedeuten.

Wenn es gelänge, diese Stellen ins Land zu locken, würde die Kaufkraft um jeweils fast eine Milliarde Euro wachsen – und zwar nach Abzug von Steuern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare