Wohnen

50 Jahre Hilfe für Mieter in Frankfurt

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Seit 1970 bietet die Stadt Frankfurt eine kostenlose mietrechtliche Beratung an. In der Corona-Krise wird das Team nun mit neuen Fragen und Ängsten konfrontiert.

Das Jubiläum fällt in unruhige Zeiten. Im Oktober 1970 richtete die Stadt Frankfurt eine Beratungsstelle für miet- und wohnungsrechtliche Angelegenheiten ein, aus der später die mietrechtliche Beratung im Amt für Wohnungswesen hervorging. Fünfzig Jahre später berät diese immer noch Menschen bei Fragen nach der Rechtmäßigkeit von Mieterhöhungen, Modernisierungsmaßnahmen oder Betriebskostenabrechnungen.

Seit Ausbruch der Pandemie sieht sich das heute sechsköpfige Team jedoch nach eigener Schilderung mit Fragen und Ängsten konfrontiert, die es in dieser Form noch nie gegeben habe. In den ersten Wochen sei zudem die Rechtslage weitgehend unklar gewesen. So hätten etwa Mieterinnen und Mieter wissen wollen, ob sie trotz Corona-Pandemie ihren Vermieter, Handwerker oder Ablesedienste in die Wohnung lassen müssen. Hinzu seien finanzielle Sorgen gekommen. „Nicht wenige waren verzweifelt, weil sie die Miete aufgrund coronabedingter Kurzarbeit oder gar Arbeitsplatzverlust nicht mehr zahlen konnten“, berichtet Teamleiterin Anja Sikora-Spiegel.

Während des Lockdowns war das Amt für Wohnungswesen an der Adickesallee für den Besucherverkehr geschlossen worden. Die Beratungsstelle musste auf Hilfe per E-Mail oder Telefon umstellen. Nun kehre ganz langsam Normalität zurück, heißt es.

Die mietrechtliche Beratung ist für Bürgerinnen und Bürger kostenlos, deren Einkommen 2150 Euro netto im Monat zuzüglich 650 Euro für jeden weiteren Haushaltsangehörigen nicht übersteigt.

Termine können unter 069 / 212 40 046 vereinbart werden. Die städtische Beratungsstelle ist auch per E-Mail an mietrechtliche-beratung@stadt- frankfurt.de zu erreichen.

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