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250 Menschen feiern „Knuts“ Geburtstag

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Von: Gernot Gottwals

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Seit einem Jahr ist Knut im Frankfurter Norden unterwegs. boeckheler
Seit einem Jahr ist Knut im Frankfurter Norden unterwegs. boeckheler © christoph boeckheler

Das Rufbussystem im Norden von Frankfurt ist nun seit einem Jahr in Betrieb

In Harheim und Nieder-Erlenbach kennt sich Adam Morawiecz inzwischen ziemlich gut aus. „Ich wohne in Karben und habe früher Krankenfahrten gemacht. Ich arbeite gerne mit Menschen und kann auf die Wünsche meiner Fahrgäste eingehen“, sagt der Fahrer, der seit einem Jahr für den Shuttlebusdienst „Knut“ arbeitet und nun zum ersten Geburtstag den modernen Elektrokleinbus vorstellt.

„Ein tolles System, es ist wichtig, dass es das auch für Senioren gibt, auch wenn viele von uns mit der digitalen Buchung nicht so vertraut sind“, sagt Georg Zemevka. Daher informiert er sich, wie weitere rund 250 Interessierte beim Bürgerfest zum ersten Geburtstag in der Zentrale von Traffiq, über „Knut“. Der Name steht für „Kompakt. Nachhaltig. Urban. Typisch Frankfurt“.

„Wir sind zum 1. Oktober 2021 an den Start gegangen und feiern jetzt unmittelbar nach Eröffnung des fahrerlosen Services ‚Easy Shuttle On Demand‘ im Riederwald“, sagt Simone Brehl von Traffiq. Für „Knut“ sind drei Fahrzeuge zu je vier bis sechs barrierefreien Plätzen mit 16 Fahrer:innen im Einsatz, im Oktober stieg die Zahl der Fahrgäste auf 1200 pro Monat. Zusammen mit den On-Demand-Projekten Emil und Siggi in Taunusstein und Groß-Gerau wurde „Knut“ vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr in der Kategorie „Good Practice“ mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2022 ausgezeichnet.

„Neben jüngeren Fahrgästen wird ,Knut‘ in Harheim auch von älteren Leuten genutzt“, berichtet Helmut Seuffert von den Harheimer Grünen. Möglich macht das ein dichtes Netz von rund 1500 virtuellen Haltestellen in Harheim, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Kalberg-Riedberg sowie den Bahnhöfen Berkersheim, Frankfurter Berg und Bad Vilbel.

Es gibt zwei Möglichkeiten, „Knut“ zu bestellen: „Entweder lädt man auf sein Smartphone die App ,RMV-on-Demand‘, über die man ,Knut‘ jederzeit innerhalb von zehn Minuten für den gewünschten Abfahrts- und Zielort bestellen kann. Fahren mehrere Fahrgäste in die gleiche Richtung, kombiniert ein Algorithmus ihre Fahrwünsche“, erklärt der Promoter Joshua Kern.

„Knut“ lässt sich aber auch telefonisch über 069/242 480 24 buchen. Dafür muss man sich einmalig in der RMV-Mobilitätszentrale an der Hauptwache registrieren lassen. Neben dem Grundpreis von zwei Euro, von dem Inhaber einer gültigen Fahrkarte, Kinder und Mitfahrende befreit sind, fällt ein Kilometerpreis von 30 Cent an. Bezahlt wird mit Paypal, Kredit- oder EC-Karte – nur Bargeld ist nicht möglich.

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