Peter Feldmann unter Beschuss

Nach IAA-Kritik: Attacke auf OB Feldmann

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CDU und AFD fordern Rücktritt des SPD-Politikers als Aufsichtsratschef bei Messe Frankfurt. Kritik an Autoindustrie schade der Stadt.

Die hessische CDU und AFD attackieren Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Politiker beider Parteien fordern seinen Rücktritt als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Frankfurter Messegesellschaft. Die SPD im Römer stellt sich dagegen hinter den OB.

Der hessische CDU-Generalsekretär Manfred Pentz urteilt, Feldmann schade mit seiner Kritik an der Autoindustrie „erheblich der Stadt Frankfurt“. Die Branche sei aber einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands, der dreizehn Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung erbringe, Feldmann seien die Menschen in der Stadt und in der Region egal: „Eigentlich müsste er für dieses Verhalten seine Konsequenzen ziehen“, so Penz.

Die Vorsitzende der Jungen Union (JU) Hessen, Sebastian Sommer, forderte den Rücktritt Feldmanns als Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt und Aufsichtsratsmitglied von Fraport. Das Verhalten des OB sei dem Amt des Oberbürgermeisters einer Wirtschaftsmetropole von globaler Bedeutung unwürdig“, sagte der Politiker. Feldmann vertrete in beiden Gremien die Interessen der Stadt nicht.

Der OB inszeniere sich statt dessen als „Öko-Märtyrer“ und nutze die Aufmerksamkeit, um mit Stammtischparolen gegen die Automobilindustrie auszuteilen.

Die AFD im Landtag fürchtet „enormen wirtschaftlichen Schaden“, wenn die Internationale Automobilausstellung (IAA) wegen Feldmanns Verhalten Frankfurt verlorengehe.

Deshalb sei er als Aufsichtsratsvorsitzender der Messe nicht mehr tragbar.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Römer, Ursula Busch, verteidigte dagegen den OB. Man dürfe sich nicht einfach „blind und kritiklos“ hinter die Autolobby stellen.

Die IAA müsse „modernisiert“ und zukunftsfest gemacht werden. Sie dürfe den Fokus nicht mehr nur auf Autos richten. Alle Akteurinnen und Akteure sollten sich an einen Tisch setzen und an einer sozialökologischen Verkehrswende arbeiten. Es brauche ein Miteinander in der Sache.

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