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Gerade im Krankenhaus brauchen Kinder Zuwendung und Abwechslung.

Kinder in Krankenhäusern

2000 Kuschelbären für kranke Kinder

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Der Energieversorger Mainova unterstützt ein Betreuungs-Projekt für Kinder im Krankenhaus. Ehrenamtliche Helfer besuchen die kleinen Patienten.

Er ist dunkelbraun und knuffig: Der neue „Betreuungsbär“, der seit Mittwoch im Einsatz ist. Er soll bei Kindern, die im Krankenhaus liegen, Vertrauen schaffen zu den ehrenamtlichen Helfern des gemeinnützigen Vereins „Aktionskomitee Kind im Krankenhaus“. In vielen Rettungswagen gibt es solche Bären schon seit geraumer Zeit – allerdings eine deutliche Nummer größer. Die 2000 Betreuungs-Bärchen, die jetzt dank einer Spende des Energieversorgers Mainova angeschafft werden können, werden etwa „zwei Jahre“ reichen, so die Vereinsvorsitzende Karin Schmidt.

Es ist immer eine Situation, die Angst und Unruhe schafft, wenn ein Kind ins Krankenhaus muss. Oft sind beide Eltern berufstätig und können nicht unentwegt bei ihrem Kind sein. Dann kann der Verein mit seinen 50 bis 60 ehrenamtlichen Helfern einspringen, die in den Frankfurter Kinderkliniken und im Klinikum Offenbach unterwegs sind und als einzigen Lohn die Dankbarkeit der Kinder erhalten.

Vorlesen, spielen oder über Fußball fachsimpeln – je nachdem wie alt ein Kind ist und welche Interessen es hat, werden die Begegnungen gestaltet. Dabei entstehen Freundschaften: „Kommst Du morgen wieder“, habe einmal ein Kind gefragt, erzählt Schmidt. Als die Betreuerin verneinte, habe es die Schwester bitten wollen, so lange im Krankenhaus bleiben zu dürfen, bis die Betreuerin wiederkommen würde.

Auch Frühchen werden besucht

„Von Null bis 18“, beantwortet Schmidt die Frage nach dem Alter der Kinder. Auch Frühchen werden besucht – und wenn es zunächst nur die streichelnde Hand im Inkubator ist. Später würden die Kinder auf die Brust gelegt, könnten Wärme und Pulsschlag spüren. Dafür, dass sich manche Eltern nicht so viel um ihre Kleinen kümmern, wie sie wollten, gebe es viele Gründe. Schmidt nennt zum Beispiel ein ausländisches Ehepaar, das in Deutschland nur zu Besuch war, plötzlich eine Frühgeburt hatte und sich dann vorrangig um Papiere, etwa ein Visum kümmern musste. Oder Familien, die schon drei Kinder haben.

Wenn ein Kind nach dem Krankenhausaufenthalt nicht nach Hause zurückkehren kann, sondern in ein Heim kommt, werden die Betreuer endgültig zum Elternersatz. Sie besuchen die Kinder weiter – in einem Fall, so Schmidt, bereits über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Der Vorstandvorsitzende der Mainova, Constantin Alsheimer, findet das Projekt „großartig“ und will es nicht bei den 2000 Betreuungs-Bärchen belassen. Die diesjährige Weihnachtsspendenaktion mit dem Motto „Du bist mein Licht“ ist ganz dem Verein gewidmet. Für jede Botschaft fließt ein Euro an das Projekt.

www.mainova-deinlicht.de

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