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16 Bahnen für Bornheimer Pétanque-Verein

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Von: Fabian Böker

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Frankfurt 27.6.2022 Bau einer Boule-Anlage und eines Kunstrasenkleinspielfeldes: am Bornheimer Hang, Richard-Herrmann-Platz 1
Frankfurt 27.6.2022 Bau einer Boule-Anlage und eines Kunstrasenkleinspielfeldes: am Bornheimer Hang, Richard-Herrmann-Platz 1 © Monika Müller

Die Bornheim Boules finden am FSV-Stadion ein neues Zuhause. Ende August soll dieses fertiggestellt sein, die Stadt trägt die Kosten.

Dass Frankfurt eine Sportstadt ist, weiß spätestens seit dem Europapokal-Sieg der Eintracht vor wenigen Wochen ganz Europa. Aber Sport ist natürlich nicht nur Fußball, und Fußball spielt in Frankfurt nicht nur die Eintracht. Auch sogenannte Randsportarten gehören dazu, zum Beispiel Pétanque. Diese Boule-Variante wird künftig in unmittelbarer Nähe zum Bornheimer Hang, dem Stadion des FSV Frankfurt, gespielt.

Für Mike Josef, SPD-Stadtrat und Sportdezernent, ist das „eine gelebte Sportnachbarschaft“. Und zwar eine, von der sowohl der FSV als auch die Bornheim Boules profitieren. Um Letztere geht es eigentlich. Denn der Verein ist seit fast 30 Jahren am Günthersburgpark zu Hause. Auf dem Weg vor der Orangerie an der Comeniusstraße nutzen die Mitglieder öffentlichen Raum unter den Platanen für Pétanque, eine südfranzösische Version von Boule. Vor rund acht Jahren bekam der Verein dann einen Teil des Werkstattgeländes des Grünflächenamtes im Kleingartenweg zugesprochen und errichtete dort eine eigene Anlage. Doch dieses Areal soll im kommenden Jahr geräumt werden, der Verein braucht einen Ersatz.

Und den findet er beim FSV. In dessen Stadionumfeld, an der Ecke von Haupttribüne zur Gästekurve, verfügte der Verein über einen Rasenplatz. Der war für Spiele im älteren Jugend- und Erwachsenenbereich nicht zugelassen und wurde zum Training genutzt. Dann führte das Sportamt Gespräche mit beiden Vereinen und fand folgende Lösung: Der FSV gibt einen Teil des Rasenplatzes ab. Auf dieser rund 1500 Quadratmeter großen Fläche entstehen 16 Boule- bzw. Pétanque-Bahnen. Außerdem werden drei Gebäude zur Bewirtung und als Lager errichtet. Ein neues Zuhause für den Boule-Verein.

Ein Zuhause, auf das sich Klaus Bittner aus dem Vorstand des Vereins freut. „Bisher hatten wir zehn Bahnen, jetzt werden es 16 sein, und alle mit Beleuchtung.“ Die neue Anlage ermögliche dann beispielsweise auch größere Turniere. Auf jeden Fall soll es zur Eröffnung der Anlage, die laut Mike Josef spätestens Ende August fertiggestellt sein soll, ein großes Fest geben.

Auf diesem werden dann ziemlich sicher auch Vertreter des FSV Frankfurt zu Gast sein. Den engeren Kontakt werde man noch suchen, sagt Bittner, denn man habe die Zusage, Kabinen, Toiletten und Cateringbereich des Stadions nutzen zu dürfen.

Und der FSV profitiert ja auch. Zwar ist der jetzt noch rund 4000 Quadratmeter große Platz immer noch zu klein für bestimmte Altersklassen, bis zu U14 aber kann dort auf Kleinfeld gespielt werden. „Wir nutzen ihn aber vor allem zum Training für Kinder und das ist immens wichtig für den Verein“, sagt Präsident Michael Görner, der sich auch auf den „neuen Nachbarn freut“. Und der, so Klaus Bittner, „kommt endlich aus dem Nordend wieder nach Bornheim“.

Für den Ersatz muss der Verein übrigens nichts zahlen. Die Stadt stellt ihm diesen zur Verfügung, als Kompensation für das geräumte Gelände am Günthersburgpark. Die Stadt kostet das gesamte Projekt rund 1,3 Millionen Euro, wobei der größere Teil für die Sanierung des Kunstrasenplatzes des FSV genutzt wird.

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