1. Startseite
  2. Frankfurt

1200 Kinder aus der Ukraine besuchen eine Schule in Frankfurt

Erstellt:

Von: Sandra Busch

Kommentare

Deutsche Vokabeln lernen die Kinder aus der Ukraine nun in den Intensivklassen.
Deutsche Vokabeln lernen die Kinder aus der Ukraine nun in den Intensivklassen. © dpa

In Frankfurt wurden bisher 82 Intensivklassen für geflüchtete Kinder aufgemacht. Auch an Kitas soll es Plätze geben: durch Überbelegung der Gruppen.

Sie nehmen in Frankfurt bereits am Unterricht teil: Kinder aus der Ukraine, die vor dem Krieg geflüchtet sind. An 24 Grundschulen und 30 weiterführenden Schulen sind inzwischen sogenannte Intensivklassen eröffnet worden. Klassen, in denen zugewanderte Kinder unterrichtet werden. Dort lernen sie vor allem zunächst Deutsch, um dann später in die Regelklassen wechseln zu können. Insgesamt gibt es an den Schulen derzeit 82 Intensivklassen, die diese Deutschförderung anbieten. Das berichtete Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Montagabend im Bildungsausschuss.

Die Eröffnung der Intensivklassen laufe schnell und geräuschlos ab, sagte Weber, weil es schon Erfahrung damit aus den Migrationsjahren 2015 und 2016 gebe. 1216 Schülerinnen und Schüler seien an Grund- und weiterführenden Schulen derzeit aufgenommen worden, sagte Weber. „Das entspricht etwa der Anzahl im Jahr 2016.“ Zu Höchstzeiten habe es damals 84 Intensivklassen gegeben.

Die Dezernentin erwartet aber, dass noch mehr Kinder an die Frankfurter Schulen kommen werden. Im Gegensatz zu 2015 und 2016 kämen mehr kleinere Jungen und Mädchen an. „Es sind jetzt deutlich weniger Jugendliche als damals.“ Das sehe man auch daran, dass die Berufschulen deutlich weniger stark betroffen seien: An drei Berufsschulen gibt es momentan 15 sogenannte Intea-Klassen, in denen 249 Zugewanderte unterrichtet werden.

Sprachförderung im Alltag

Auch in den Kitas soll es Plätze für geflüchtete Kinder geben. Es sei mit den Trägern verabredet, dass jede Kita-Gruppe mit ein bis zwei Kindern überbelegt werden könne, sagte Weber. Beim Sozialministerium habe sie darum gebeten, dass dafür eine Ausnahmeregelung erteilt werde, damit alle Gruppen über die maximale Belegung hinaus Plätze anbieten können. „Sonst brauchen wir für jedes einzelne Kind einen extra Antrag“, sagte Weber. Außerdem will sie erreichen, dass die derzeit geltende Pandemieregelung, in Krisenzeiten auch Stellen durch Nichtfachkräfte belegen zu können, fortgeschrieben wird. Diese Regelung laufe Ende des Jahres aus.

Weber geht davon aus, dass die Plätze durch Überbelegung für die geflüchteten Kinder reichen werden. Sprachförderung gebe es für die Kinder „im laufenden Betrieb“. Bei allen Trägern sei die alltagsintegrierte Sprachförderung ein Bestandteil der pädagogischen Arbeit. „Wir gehen davon aus, dass die Kinder nebenbei die Sprache lernen“, sagte Weber.

Auch interessant

Kommentare