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Viel Erfolg, kleine Bäumchen.
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Viel Erfolg, kleine Bäumchen.

Klimaschutz

100.000 neue Bäume für Frankfurt

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Eine große Pflanzaktion hat in Schwanheim und Goldstein begonnen. Die Stadt setzt auf spezielle Baumsorten.

Insgesamt 105 100 junge Bäume will das Grünflächenamt im Lauf der kommenden Wochen in die Erde setzen. Ort des Geschehens sind die kahlen Flächen im Schwanheimer und Goldsteiner Forst. „Die jungen Bäume der Traubeneiche kommen aus eigener Aufzucht“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) zu Beginn der Aktion. „Unser Forst hat dafür im Herbst Eicheln aufgesammelt und nachgezogen.“ Vorteil der eigenen Anzucht: Diese jungen Bäume seien in der Regel schon gut an die Boden- und Wasserbedingungen vor Ort angepasst. „Das erleichtert ihnen das Wachstum.“

Außer der Traubeneiche ruhen die Hoffnungen zurzeit auf weiteren trockenresistenten einheimischen Arten wie Winterlinde, Esskastanie, Elsbeere, Vogelkirsche, Flaum- und Zerreiche, dazu einige wenige Schwarzkiefern und Flatterulmen. Heilig: „Der Frankfurter Stadtwald ist ein vielfältiger Laubmischwald. Das wird er auch bleiben.“ Nur so könne er Widerstandskraft entwickeln und habe eine Chance, dem Klimawandel zu trotzen.

Hintergrund sind die vergangenen extrem trockenen Jahre. Sie haben dem Stadtwald so sehr zugesetzt, dass Zehntausende Bäume abgestorben sind. Kaum ein Baum ist noch völlig gesund, überall ausgedünnte Kronen, ganze Waldflächen liegen brach.

Der Stadtwald leidet

Besonders hart habe es die Waldbereiche auf trockenen Sandböden in den Revieren Schwanheim und Goldstein getroffen, berichtet die Umweltdezernentin. Und insgesamt: „Nirgends in Frankfurt ist der Klimawandel deutlicher zu sehen als im Stadtwald.“

Weil der Regen im Sommer fehlt, sind die Bäume geschwächt, Schädlinge haben leichtes Spiel, in hohem Tempo den Wald zu zerstören. Ausgesuchte Baumarten und eigene Sämlinge sollen den Kampf aufnehmen.

Damit sie das tun können, haben die Leute vom Grünflächenamt vor der Pflanzung das Gebiet vorbereitet: Ein eigens umgebauter Bagger schob eine dichte Lage aus nicht zersetzten Kiefernnadeln und Grasfilz oberflächlich weg und schuf so Pflanzgräben, die den jungen Bäumen beim Anwachsen helfen sollen. Andernfalls hätte die nahezu wasserundurchlässige Nadel- und Grasschicht auf dem Boden das tiefere Eindringen von Niederschlag verhindert.

Beim Baggern entfernten die Forstleute auch Exemplare der Spätblühenden Traubenkirsche. Die invasive Baumart, die ursprünglich aus Nordamerika stammt, würde eine Wiederbewaldung durch die Samen heimischer Baumarten verhindern. Und noch eine Maßnahme zum Schutz der hunderttausend Neuen: Gegen Wildverbiss hat der Bau eines Schutzzauns begonnen.

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