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Der Mario würde ?auch in einem Fiat Panda auf einen Kumpel warten?.

Kolumne

Sieben Gründe, Mario Barth gut zu finden

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Der Comedy-Star hat viele Fans – und mindestens genauso viele Feinde. Wieso eigentlich?

1. Mario Barth ist doch bloß ein Chauvi, ein Sexist? Einer, der nur schlechte Witze über Frauen macht? Aber nein: „65 Prozent meiner Besucher sind Frauen. Würden die Geld dafür bezahlen, von mir beleidigt zu werden? Die sind doch nicht blöd!“

2. Und darum kriegt auch das weibliche Publikum die Sprüche, die es so liebt: „Wenn meine Freundin Schuhe kauft – ich wäre froh, wenn sie solche Geräusche mal beim Sex machen würde.“ Mehr Niveau? Iwo! Will er nicht: „Das ist, als wenn man zu AC/DC geht und die würden Panflöte spielen.“

3. Wenn er auftritt, kommen Zehntausende. Und alles bleibt friedlich. „Nachdem ich vor 70 000 Leuten im Olympiastadion aufgetreten bin, rief mich der Polizeipräsident an und meinte: ,Das war die erste Veranstaltung ohne Vorfall. Keine Körperverletzung, kein runtergetretener Spiegel, keine kaputte Toilette.‘“ Ging’s bei Herbert Grönemeyer nicht so idyllisch zu?

4. Er ist ein treuer Kerl. „Ich habe vier, fünf enge Freunde, die haben mit meinem Job überhaupt nichts zu tun.“ Mit einem ist er angeblich sogar seit fast 30 Jahren befreundet. „Ich mag Beständigkeit. Man kann sich auf mich verlassen.“

5. Als Kind träumte er von einem Ferrari. „Irgendwann kauf ich mir so einen“, hat er als achtjähriger Bub zu seiner Mutter gesagt. „Natürlich, mein Junge“, sagte sie spöttelnd. Heute fährt er wirklich einen. Aber: „Entscheidend ist doch, dass dich das Auto nicht verändert. Dass du der Gleiche bleibst, auch wenn du in so einer Kiste sitzt.“ Der Mario würde „auch in einem Fiat Panda auf einen Kumpel warten“.

6. Der Ursprung seiner Comedy ist christlich: Als Messdiener trug er einst das Weihrauchgefäß. „Je mehr ich schwenkte, desto heller glomm die Glut.“ Er schwenkte immer wilder, bis sogar Feuer aufstieg. „Das gab Ärger. Aber die Leute haben gelacht. Das hat mir gefallen.“

7. Am 14. März läuft die erste von zwei neuen Folgen seiner RTL-Reihe „Mario Barth deckt auf“. Es geht um Steuergeldverschwendung. Das ist zwar populistisch. Aber immerhin mit ernstem Anliegen: „Missstände kann man nicht oft genug anprangern“, sagt Barth. „Und wenn ich dafür sorgen kann, dass vor einer Schule endlich ein Zebrastreifen hinkommt, damit da kein Kind mehr totgefahren wird, dann mache ich das.“ Und das ist doch mal echt super, Mario!

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