+
"Andere hätten da Visitenkarten so groß wie Menüzettel."

Kolumne

Sieben Gründe, Karl-Theodor zu Guttenberg gut zu finden

  • schließen

Der schöne Adlige ist den meisten nur noch als Doktorarbeits-Schummler im Gedächtnis - zu Unrecht!

1. Ein Mann zwischen Horst und Forst: Der Zögling von Horst Seehofer machte sich auch als Forstwirt einen Namen. Die Familie zu Guttenberg besitzt ein großes, selbst bewirtschaftetes Waldareal. Das war auch eine seiner Begründungen dafür, dass er ein guter Wirtschaftsminister sei. Für den CSU-Vorsitz wär’s ebenso von Vorteil ... Obacht, Herr Söder!

2. Mit der Vielzahl seiner Namen hält er ganz bescheiden hinterm Berg. Denn mit voller Adresse heißt er Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg. Andere hätten da Visitenkarten so groß wie Menüzettel – er nicht.

3. Mit ihm ist Deutschland noch friedlicher geworden: Als Verteidigungsminister hat er die Bundeswehr zwar nicht ganz dichtgemacht, aber immerhin die Wehrpflicht abgeschafft.

4. Er sieht gut aus. Das ist keine Selbstverständlichkeit in der CSU. Fast könnte man meinen, dass gutes Aussehen ein Ausschlusskriterium innerhalb der Partei ist. Chapeau, dass er es trotzdem nach oben geschafft hat.

5. Das Bild des Adels in der Öffentlichkeit hat er klar verbessert. Er pinkelte weder an Expo-Pavillons wie Ernst-August von Hannover, noch erhob er sich zum fränkischen Punk wie Gloria von Thurn und Taxis. Immerhin.

6. Trotzdem ist er kein Biedermann – in ihm schlägt eigentlich ein cooles Kifferherz: Zum offiziellen Dienstabschied wünschte er sich „Smoke on the Water“ von Deep Purple.

7. Als Kind aus der Adelswiege hätte er es nicht nötig gehabt, sich für die schlecht bezahlte Politik zu entscheiden. Und auch Jahre nach der Plagiatsaffäre hält er hartnäckig an seinem Traum fest, eines Tages im Kanzleramt zu sitzen ...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare