+
"Wenn ich mit euch fertig bin, dann burnt's!"

Kolumne

Sieben Gründe, Detlef D! Soost gut zu finden

  • schließen

Er machte aus jedem einen „Popstar“, nur nicht aus sich selbst. Oder?

1. Detlef (neuerdings ohne „D!“) Soost setzt Trends. Seinen Ruhm erarbeitete sich der Tänzer als Jurymitglied und Choreograph der Castingshow „Popstars“. Seit den Anfängen im Jahr 2000 hielt er dem Format zehn Staffeln lang die Treue – und half damit bei der Etablierung einer dominierenden Art des deutschen Trash-TV. Und mal ehrlich: Wir lieben es doch!

2. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, gegen ihn wirkt Dieter Bohlen wie der nette Onkel auf dem Kindergeburtstag. Bei „Popstars“ brachte er Kandidaten zum Zittern („Ihr seid alle nur halbgar – nicht mehr Sushi, aber auch noch nicht fertig“), motivierte aber auch gekonnt: „Ihr seid so tight, wenn ich mit euch fertig bin, dann burnt’s!“

3. Soost macht dich sexy – ja, genau dich. „Wie viel Gewicht kannst Du in zehn Wochen abnehmen?“, fragt sein ehrgeiziges Programm Imakeyousexy.com und schiebt die Relativierung hinterher: „Ob und wie sexy Du Dich letztlich fühlen wirst, hängt ganz und gar von Dir ab.“ Wow, Adornos Dialektik at its best.

4. Apropos Dialektik: Soost ist auch ein feingeistiger Literat. Neben Fitness- und Kochbüchern hat er eine Autobiografie herausgebracht: „Heimkind – Neger – Pionier. Mein Leben.“ Laut Online-Bewertungen ein gnadenlos authentisches Machwerk: „D! Soost ist durch die beste Schule gegangen, die es gibt: Das Leben selbst.“

5. Er kann auch seriös – als Talkshowgast in den Öffentlich-Rechtlichen. Bei „Hart aber fair“ hat er zum Thema „Wampe oder Waschbrettbauch“ eine diplomatische Lösung für alle Beteiligten parat: „Jeder von uns hier hat ein Sixpack, man sieht es nur nicht.“

6. Soost klärt auf. Wenn niemand anderes die brisanten Fragen anspricht, tut er es eben selbst – in seiner eigenen Talkshow auf RTL II. Themen wie „Ich bin zu geil für diese Welt“ oder „Fame um jeden Preis – Peinlich oder Karrierechance?“ sind nicht nur eine clevere Hommage an die 90er, sondern stecken auch ein Spielfeld ab, auf dem Soost als Experte glänzen kann.

7. Und er lässt sich nichts vormachen. Bei KenFM sitzt er Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen gegenüber und spricht über seine Zweifel an den Medien und ihrer offiziellen Version zu 9/11. Viele „komische Dinge“ seien da und „Fragezeichen“. Wenn da nicht mal ein sexy Titel für die nächste Autobiografie drinsteckt. „Vom dancenden ‚D!‘ zum denkenden ‚D?‘ Wie ich ganz tight die Lügen der Medien entlarvte.“ Erhältlich auf: aluhut-makes-you-sexy.com.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare