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In all den Jahren hat sich die Besetzung stark verändert.

Kolumne

7 Gründe "GZSZ" gut zu finden

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Deutschlands erste Seifenoper hält sich seit 25 Jahren. Zurecht.

„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ hat trotz vermeintlich seichter Geschichten und angeblich eher mittelmäßig begabten Schauspielern rund 2,8 Millionen Zuschauer. Sie hat es verdient.

1. Noch immer schafft es die Serie, Quotenrekorde aufzustellen. Im April dieses Jahres gab es die beste Woche seit vier Jahren: An fünf Tagen hintereinander lag der Marktanteil bei über 20 Prozent. Das ist sogar noch steigerungsfähig.

2. „GZSZ“ kann ein Sprungbrett sein, wenn auch nicht zur wirklich großen Karriere. Jan Sosniok ist bis heute immer mal wieder im Fernsehen zu sehen. Alexandra Neldel hat es immerhin zur „Wanderhure“ gebracht, Nina Bott drei Mal in den Playboy, Yvonne Catterfeld und Jeanette Biedermann in die Charts.

3. Die Vielseitigkeit der Schauspieler wird oft verkannt. Wolfgang Bahro zum Beispiel, der seit 1993 den Lieblings-Bösewicht Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim „Jo“ Gerner, spielt, kann viel mehr: Kabarett bei den „Wühlmausen“ unter Didi Hallervorden, eigene Stücke schreiben und Adolf Hitler auf der Bühne
verkörpern. Außerdem war er Synchronsprecher bei „Pulp Fiction“ und hat Musik gemacht. Wobei man über Letzteres eher den Mantel des Schweigens legen sollte.

4. Und dann all die sympathischen Fehler, Ungereimtheiten und Sinnlosigkeiten: Geburtstage ein und derselben Rolle finden oft an verschiedenen Terminen statt. Ein Auto hat auch schon mal in zwei Szenen zwei verschiedene Kennzeichen. Und während Jo Gerner abends telefoniert, ist es draußen taghell.

5. „GZSZ“ zieht Prominente an. Gerhard Schröder, Thomas Gottschalk, Klaus Wowereit, Hape Kerkeling, Rolf Hochhuth, Udo Walz – sie alle hatten schon einen Gastauftritt.

6. Die Serie steht in einer komplexer werdenden Welt für die Rückkehr zum Einfachen. Es gibt in ganz Berlin nur ein Krankenhaus (mit einem Arzt), Flüge werden spontan gebucht, Verabredungen stets ohne Uhrzeit gemacht.

7. Geld spielt keine Rolle. Selbst der mittellose Schüler fährt immer mit dem Taxi zum Bahnhof, kauft aus Prinzip nur im Späti statt im Supermarkt ein, bestellt sich im Café eine Cola, legt einen Zehner auf den Tresen, sagt: „Stimmt so!“ und geht. Ohne auszutrinken.

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