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„Du gehörst zu mir - in Gesellschaft leben“ - die neue Serie der Frankfurter Rundschau.

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„Du gehörst zu mir! In Gesellschaft leben“

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Grundgesetz, Europawahl, Grenzen, Mauerfall - über Trennung und Vereinigung, Zusammenwachsen und Auseinanderbrechen. Die FR-Serie. 

Der Mensch allein vermag wenig und ist ein verlassener Robinson; nur in der Gemeinschaft ist und vermag er viel. So ähnlich beschreibt der Philosoph Schopenhauer das grundlegende menschliche Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit: als Paar, Familie, Gemeinde oder Gruppe, als Gesellschaft im Nationalstaat, in politischen Bündnissen und supranationalen Zusammenschlüssen.

In Gesellschaft zu leben gehört zur menschlichen DNA und ist so vielfältig wie das Leben. Und genau so schwierig. Im Kleinen und im Großen. Trennung und Vereinigung, Zusammengewachsen und Auseinanderbrechen, so läuft das Spiel. Privat und politisch.

„Du gehörst zu mir!“ ruft die Frankfurter Rundschau deshalb als Thema für das weitere Jahr 2019 aus. Die Jubiläen zum Grundgesetz und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, die Europawahl und der Geburtstag des Mauerfalls bieten politische Markierungen. Doch auch unter gesellschaftlichen, kulturellen und biologischen Fragestellungen wollen wir das Thema aufblättern. Leben nicht auch Tiere mit ihren Artgenossen? Bis weit in den Herbst werden wir Sie begleiten.

Zentrum und Peripherie: Spannungen in europäischen Ländern

Das Thema „Du gehörst zu mir“ wird in den Sommermonaten von allen FR-Ressorts mit je eigenen Schwerpunkten bearbeitet. Die Feuilleton-Redaktion befasst sich mit den Spannungen zwischen Zentrum und Peripherie in verschiedenen europäischen Nachbarländern. In Frankreich blickt FR-Autor Stefan Brändle auf das Elsass und andere Regionen – meist am Rand des Landes gelegen – , in denen zum Leidwesen national eingestellter Franzosen auch andere Sprachen gesprochen und andere Kulturen gelebt werden. In Großbritannien findet Sebastian Borger dramatische gesellschaftliche Gegensätze, die vor Jahrhunderten eingerichtet und seither nie grundlegend revidiert worden sind. In Italien nimmt Regina Kerner die Nord-Süd-Konflikte in den Blick, die eine lange Tradition haben, durch die italienische Einheitsbewegung nicht etwa befriedet werden konnten und durch den heutigen Rechtspopulismus ideologisch instrumentalisiert werden, und in Spanien beleuchtet Martin Dahms die vielfältige und reiche Museumslandschaft, in der sich die Anstrengungen um eine nationale Selbstfindung heftig niederschlagen. Wir bündeln diesen wie alle anderen Schwerpunkte für Sie zu einem PDF, das sie kostenlos hier herunterladen können:

Hier die Sonderseiten „Zentrum und Peripherie” anfordern

„Wirtschaft, die verbindet“

Die Wirtschaftsredaktion widmet sich der „Wirtschaft, die verbindet“. Darin beschäftigt sie sich mit der Frage, wie den Spaltungstendenzen, die vom derzeitigen Wirtschaftssystem ausgehen, begegnet werden kann. Wir berichten über Firmen, die ihren Erfolg nicht nur anhand von Finanzzahlen messen, sondern eine Gemeinwohlbilanz erstellen. Der Wirtschaftspublizist Wolfgang Kessler erklärt in seinem Beitrag das Konzept der Gleichgewichtswirtschaft, wie man sie erreicht, und warum sie unser Leben verbessern würde. Alle Artikel des Schwerpunkts „Wirtschaft, die verbindet“ stellen wir Ihnen gebündelt zum kostenlosen Download zur Verfügung. Hier können Sie die Texte herunterladen:

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Symbiosen: Verbindende Elemente

Das Ressort Sport widmet sich dem Oberthema Symbiose: Wir betrachten die Wirkung des Fußballs auf die Gesellschaft - angefangen bei fahnenschwingenden Massen bei der WM 2006 bis zur Abrechnung Mesut Özils mit dem DFB 2018 - , widmen uns der innigen Beziehung des Schützen zu seinem Bogen. Wir erzählen die Geschichte zweier Rudersportlerinnen und wie sie versuchen, im Gleichklang ihr Boot auf Tempo zu bringen und beleuchten, wie die vielen Nationalitäten im Kader von Eintracht Frankfurt den Club stärken.Hier bekommen Sie dieSonderseiten zum Thema „Symbiosen“ zum kostenlosen Download:

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Grenzgänger: Menschen, die Barrieren überwinden

Das Ressort Politik widmet sich „Grenzgängern“: Es geht um Menschen, die Barrieren überwinden – staatliche, ethnische, materielle, physische oder einfach die Vorurteile im eigenen Kopf.

Wir richten die Blick zunächst zur inneririschen Grenze, wo die Opfer des Bürgerkriegs die Gräben der Vergangenheit zuschütten wollen – undi der Brexit ihnen nun in die Quere kommt. In einer weiteren Folge erzählt der Kölner Künstler Ralf Peters von seinerWanderung quer durch Deutschland, bei der er auf jeder Etappe das Grundgesetz rezitierte. Wir lassen eine Mutter und ihre Tochter aus Polen zu Wort kommen, die einen langen Leidensweg hinter sich haben – und ihn auch noch nicht zu Ende gegangen sind –, bis die einstmals extrem homophobe Mutter ihre lesbische Tochter so akzeptierte, wie sie ist. Mutter wie Tochter sind wahre Grenzgängerinnen im extrem konservativ-katholischen Polen. Und wir besuchen den ukrainischen IT-Unternehmer Maxim, der einen Yuppie-Alltag lebt – außer, wenn er militärische Ausrüstung kauft und auf eigene Gefahr zur Front im Donbass karrt. Ein Grenzgänger zwischen ironischen Facebook-Debatten und der grausamen Realität eines nicht enden wollenden Krieges.

Alle Folgen des Schwerpunkts „Grenzgänger“ im Rahmen unserer Serie bekommen Sie als kostenlosen Download: 

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Mit Haut und Haar: Wer und was gehört zu uns?

Das Ressort Magazin/Panorama hat sich gefragt, wer oder was gehört „Mit Haut und Haar“ zu uns? Und was bedeutet das? 

Wir widmen uns diesem Thema mit einer Reportage aus Japan, wo Tätowierungen immer noch mit Schwerverbrechern in Verbindung gebracht werden, sprechen mit der  Körpertherapeutin Gabriele Mariell Kiebgis über Berührungen im digitalen Zeitalter. Drei FR-Redakteure erzählen die Geschichte ihrer Tattoos. 

Und wir gehen Vorurteilen auf den Grund - denen anderer und den eigenen.  Neurobiologe Martin Korte erklärt uns im Ressort Wissen/Bildung, wie sich Vorurteile gewissermaßen in unser Hirn schleichen – und wie wir aktiv mit ihnen umgehen. Mit dem Soziologen Michael sprachen wir über die soziale Konstruktion von Vorurteilen.

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Einheit oder Zerfall in Europa - Schwerpunkt zur Europawahl 

Europa stand zur Wahl des EU-Parlaments im Mittelpunkt unserer Serie „Du gehörst zu mir!“. Und weil es um Einheit oder Zerfall, Zusammenhalt oder Spaltung geht, haben wir das im Bild eingefangen.

Den Anfang macht der Schriftsteller Ilija Trojanow. Er nimmt die Endspiele von Champions League und Europa League zum Anlass, Parallelen zwischen Brexit und Fußball aufzuspüren.

Mechthild Zimmermann von der Max-Planck-Gesellschaft erläutert, wie die EU Kompromisse zwischen europäischer Integration und nationalen Interessen findet.

Grundrechte-Charta: Wer wissen will, was mit den „gemeinsamen Werten“ der EU gemeint ist, sollte einen Blick in die „Charta der Grundrechte“ werfen. In 54 Artikeln gewährt sie Freiheiten und Möglichkeiten, die über die deutsche Verfassung oft hinausgehen – etwa bei Themen wie Digitales, Kinderrechte und Arbeit. Allerdings: Manches ist vage formuliert, und die Charta bindet nur europäische Institutionen. Verabschiedet im Jahr 2000, wurde sie – nach dem Scheitern einer echten EU-Verfassung – 2009 mit dem Vertrag von Lissabon bindend. Aber wie sieht die Praxis aus? Wir haben unsere Korrespondenten um Beispiele gebeten.

Was nützt mir Europa? Die EU ist ein Eldorado für Bürokraten mit Regulierungswut – zum Schaden der Bürger. Oder? Wer genauer hinschaut, sieht auch anderes. Zwölf Bereiche, in denen Europa das Alltagsleben der Menschen verändert.

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70 Jahre Grundgesetz - der Serienstart

Den großen gesellschaftlichen und politischen Rahmen unseres Zusammenlebens zieht in Deutschland das Grundgesetz auf. Die Verfassung steht deshalb am Anfang unseres Schwerpunkts. Kann das 70 Jahre alte Werk noch heute unsere Gemeinschaft regeln? 

Für unsere Suche nach Antworten haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: Fachleute, Prominente, die FR-Redaktion sowie unsere Leserinnen und Leser schreiben über ihr Grundgesetz – wie es sein könnte und sollte. Die FR bietet die Sonderseiten gesammelt als PDF-Download an.

Mit dabei sind der Kabarettist Georg Schramm, die Journalistin Dunja Hayali, die Youtuberin Candy Crash, der Publizist Michel Friedman und der Schriftsteller Wladimir Kaminer. Musikerin Sookee widmet dem Grundgesetz einen Raptext, und Mezzosporanistin Christina Bock herzt die Verfassung in einem Liebesbrief: „Lass dich feiern. Bleib nicht so, wie du bist.“ Die Reporterin und Moderatorin Pinar Atalay („Tagesthemen“, „Plusminus“) sorgt sich um die grundgesetzlich garantierte Pressefreiheit.

Außenminister Heiko Maas (SPD) betont, die Pflicht, die Menschenwürde zu achten und zu schützen, ende nicht an unseren Grenzen. „Sie bindet Deutschlands Außenpolitik. Das bedeutet nicht, anderen Ländern unsere Moralvorstellungen überzustülpen. Diplomatie beginnt, wo andere unsere Wertvorstellungen nicht teilen. Gerade dort müssen wir für unsere Werte eintreten.“

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Illustration zeigt Verwurzelung

Weil die Verfassung unsere Gesellschaft begründet, der Boden ist, auf dem wir stehen, die Wurzel unserer Gemeinschaft, haben wir dies im Bild eingefangen. Jede Pflanze hat eine Wurzel, die sie hält. Je tiefer sie reicht, desto standhafter ist das Grün, das ihr entsprießt. Die Demokratie ist ein besonders fragiles Geschöpf. Sie blüht nur, wenn wir sie achten und pflegen und ihre Wurzel stärken – die Verfassung, auf der wir stehen. 

Wir illustrieren unsere Schwerpunktausgabe deshalb mit Bildern junger Pflanzen und ihren Wurzeln - ergänzt mit Zitaten und Sprichwörtern. Mehr sprechende Blumen finden Sie übrigens in einer Bildergalerie unserer Magazin-App FR+ für Tablets und Smartphones. 

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