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Will es noch mal wissen: Vollblutfußballer Marc Schnatterer.
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Will es noch mal wissen: Vollblutfußballer Marc Schnatterer.

Waldhof Mannheim

Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal: Zwei Altbekannte bei Waldhof Mannheim

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Das Führungsduo des SV Waldhof wartet mit einer Frankfurter Vergangenheit auf - ein Spieler ist andernorts ein Held.

Frankfurt/Mannheim – Eintracht Frankfurt bekommt es in der ersten DFB-Pokalrunde mit einer wahren Legende zu tun. Nein, nicht etwa der am Sonntag (15.30 Uhr) gastgebende SV Waldhof ist gemeint, obwohl die Mannheimer mit berechtigtem Stolz auf eine lange Historie und ein begeistertes Fanumfeld blicken dürfen. Aber Legendenstatus? Das wäre das eine Bisschen zu viel. Anders im Falle eines Mannes, eines Fußballprofis, 35 Jahre alt, geboren in Heilbronn, verehrt in seiner Wahlheimat auf der Schwäbische Alb, im beschaulichen Heidenheim an der Brenz: Marc Schnatterer.

459 Pflichtspiele im Profifußball absolvierte Schnatterer zeit seiner 13-jährigen Profilaufbahn, 457 davon für den 1. FCH. In Heidenheim, ganz klar, ist er ein Held, da kennt ihn jeder, und umgekehrt ist das fast genauso. Eine außergewöhnliche Beziehung zwischen Stadt, Klub und Spieler, eine, die vor kurzem jedoch endete. Schnatti, so wird er gerufen, saß vergangene Saison oft auf der Bank beim Zweitligisten. Das wollte er nicht mehr und schloss sich im Sommer für diese Saison dem Mannheimer Drittligisten an. Warum? „Als Sportler will man gebraucht werden und eine Rolle übernehmen“, sagt er. Dieses Gefühl hätten ihm die Waldhof-Verantwortlichen, allen voran Trainer Patrick Glöckner und Sportchef Jochen Kientz, vermittelt.

Eintracht Frankfurt: Treffen mit alten Bekannten

So hat Marc Schnatterer nun also seine ersten beiden Spiele für den SV Waldhof hinter sich gebracht, beide Male spielte er auf dem linken Flügel, führte sein Team als Kapitän an und bereitete zuletzt beim 1:1 gegen die Reserve von Borussia Dortmund den Ausgleich vor. Eine scharfe Eckballhereingabe war’s, seine Spezialität.

Die Mannheimer sind bisher nicht so pralle in ihre Drittligarunde gestartet. Ein Punkt aus zwei Spielen, nur ein geschossenes Tor, das haben sie sich anders vorgestellt. Der personell kleine Kader hat einige Verletzungsausfälle zu verzeichnen, jener von Marcel Seegert, Abwehrchef und eigentlicher Kapitän, wog am schwersten. Er könnte gegen die Eintracht sein Comeback feiern. Bis zu fünf neue Profis sollen in dieser Transferphase aber noch dazukommen. Trainer Glöckner und Sportchef Kientz, beide mit einer Eintracht-Vergangenheit, haben noch ein ganzes Stück Arbeit zu verrichten. Trotz der Verpflichtung des erfahrenen Schnatterers klafft gerade im Zentrum des Spiels, im Mittelfeld, eine Lücke in Sachen Führungsstärke.

Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt: 12 151 Fans sind erlaubt

Der vor einem Jahr aus Chemnitz gekommene Glöckner betont, Augen und Ohren stets offen halten zu wollen. Der Ex-Profi, der unter den Trainern Dragoslav Stepanovic und Horst Ehrmantraut in der Saison 1996/97 neun Zweitligapartien für die Frankfurter absolvierte und später unter anderem an der Seite von Klubikone Alexander Schur die Eintracht-Reserve coachte, führte die Mannheimer in der Vorsaison auf Rang acht. Nun soll es trotz des dürftigen Auftakts ein ähnliches (oder besseres) Ergebnis werden - und bestenfalls noch eine Pokalüberraschung gegen den befreundeten Bundesligisten aus dem Hessischen.

Nicht nur die Fans beider Teams pflegen eine gute Beziehung – 12 151 sind im Carl-Benz-Stadion zugelassen –, auch Jochen Kientz ist regelmäßig in Kontakt mit den Eintracht-Bossen, gerade mit Präsident Peter Fischer. Kientz, einst ein harter Verteidiger, zählte in den früheren 90ern zum Eintracht-Kader, als junger Mann spielte er neben Stars wie Tony Yeboah, Jay-Jay Okocha oder Uwe Bein aber keine Rolle. Lediglich ein Erstligaspiel ist in seiner Statistik vermerkt, schlappe fünf Minuten im Hamburger Volksparkstadion am letzten Spieltag 1993. Marc Schnatterer, die Legende, hat da deutlich mehr Zahlenwerk vorzuweisen. (Daniel Schmitt)

Bei der Eintracht hat man derweil einen Abgang zu vermelden: Ali Akman geht für ein Jahr in die Niederlande.

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