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Musste zuletzt zentral verteidigen: Bastian Oczipka, hier gegen den Mainzer Jhon Gordoba.

Bastian Oczipka

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Eintracht-Linksverteidiger Bastian Oczipka verspricht Vollgas gegen Leipzig und erhält Berlin-Tipps von Joachim Löw.

Der Frankfurter Linksverteidiger Bastian Oczipka, der zuletzt zentral verteidigen musste, gehört mittlerweile zu den dienstältesten Spielern bei der Eintracht. 2012 war der Mann aus Leverkusen gekommen, nur die Urgesteine Alex Meier und Marco Russ sind länger im Klub. Oczipka hat in den fünf Jahren einiges miterlebt, den Durchmarsch bis in die Europa League mit den Höhepunkten in Bordeaux und Porto, er hat die weniger schönen Zeiten erlebt, als es gegen den Abstieg ging, und nun so eine Rückrunde. Richtig erklären kann er sich die Erfolglosigkeit auch nicht.

„Bei der Negativserie waren ganz gute Spiele dabei“, sagt Oczipka, „wir hatten Chancen, haben sie nicht genutzt, dann passierten hinten Fehler. Es hat sich Stück für Stück ins Negative entwickelt.“ Der 28-Jährige spricht treffend von „einer Eigendynamik“, gegen die man schier machtlos gewesen sei. Selbstverständlich waren die Ansprüche andere, „wir wollten die Tabelle hochklettern“, und selbst bei Siegen in den zurückliegenden Spielen gegen Wolfsburg und Mainz hätten die Hessen noch ein paar Plätze gutmachen können.

Die vielen personellen Ausfälle will Oczipka als Ausrede nicht gelten lassen. Viel mehr sollen für die letzten Spiele Kräfte gebündelt werden. Schon im Heimspiel gegen RB Leipzig „wollen wir zeigen, dass wir Vollgas geben“. Das sei man den treuen Anhängern schuldig. „Wir wollen ihnen etwas bieten.“ Und: „Wir wollen ein Zeichen setzen.“

Mittlerweile hat sich Bastian Oczipka schon zu einem Allrounder in der Abwehrkette entwickelt. Weil stets Innenverteidiger ausfielen, musste er aushelfen. Und er tat das gut. Er gehörte zu den ganz wenigen Eintracht-Profis in dieser so durchwachsenen Runde, die nicht großen Formschwankungen unterlagen. Und den Part im Zentrum hat er so souverän übernommen, als hätte er nie was anderes gespielt. „Auf den Außenbahnen musst du mehr Läufe machen, als Verteidiger eher hinten bleiben.“ Aber er spiele beides gerne.

Natürlich überstrahlt das Pokalfinale derzeit alles. Im Training wird mächtig Gas gegeben, der Trainerstab lässt nicht locker. „Das ist ein Highlight-Spiel für uns.“ Einzig Russ und Meier hätten aus dem Team schon mal ein Finale bestritten, für alle anderen sei ein Endspiel absolutes Neuland. Darauf fiebere die ganze Stadt hin, man spüre das mit jeder Faser. Selbst Bundestrainer Joachim Löw gab jetzt Tipps: „Die Eintracht ist eine Mannschaft, die Dortmund wehtun kann. Verteidigen allein wird aber nicht reichen. Die entscheidende Frage ist, wie gut schafft es die Eintracht, nach vorne zu spielen. Da muss sie zulegen.“ Jetzt wissen Oczipka und Co. endlich Bescheid.

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