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Eintracht Frankfurt: „Keiner denkt, es läuft von selbst“

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Die Frankfurter Fußballprofis bleiben trotz ihrer beeindruckenden Erfolgsserie auf dem Boden. Und wollen am Wochenende auch den Stolperstein Hoffenheim umkurven.

Frankfurt - So furchtbar oft hat der Benjamin Vater Bruno nicht in die Bredouille gebracht, der Haussegen bei Familie Hübner hing oft genug gerade. Häufig war der Innenverteidiger der TSG Hoffenheim nämlich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt unpässlich, auch übermorgen, am Sonntag, wird der 31-Jährige nicht dazwischenfunken können. Eine langwierige Kapselverletzung im Sprunggelenk, die ihn schon die gesamte Saison gekostet hat, verhindert weiterhin einen Einsatz.

Vater Bruno ist das ganz lieb, da kann der Filius den Hessen nicht wehtun. Und das hat der Schlaks etwa vor vier Jahren besonders schmerzhaft getan, kurz vor Schluss hat er in Sinsheim den 1:0-Siegtreffer für die Kraichgauer erzielt, per Kopf natürlich.

Eintracht Frankfurt: Nächster Gegner Hoffenheim

In dieser Saison ist die TSG Hoffenheim eine wahre Wundertüte, unberechenbar, schwer einzuschätzen, Platz zwölf, 22 Punkte. Die Sinsheimer haben die Bayern 4:1 geschlagen und gegen Schalke 0:4 verloren, sie haben in Gladbach 2:1 gewonnen und sind zu Hause gegen Arminia Bielefeld über ein 0:0 nicht hinausgekommen. „Wir dürfen uns von der Tabellensituation nicht täuschen lassen“, hebt der Frankfurter Sportdirektor warnend den Finger. „Das ist eine richtig gute Mannschaft.“ Allerdings sei sie in dieser Runde arg gebeutelt von zahlreichen Verletzungen und Corona-Fällen. „Sie mussten viel improvisieren.“ Einerseits.

Erfolgsgarant Amin Younes inmitten der der feiernden Djibril Sow (links) und Erik Durm.

Andererseits gibt es derzeit in der Liga kaum eine Mannschaft, deren Brust breiter ist als die von Eintracht Frankfurt, allenthalben als Mannschaft der Stunde geadelt, die 20 von 24 möglichen Zählern aus den vergangenen acht Spielen gesammelt hat. Lob prasselt von allen Seiten herab, so viel, dass da leicht die Gefahr aufkommen könnte, hochnäsig und leichtfertig zu werden. „Ja“, sagt Amin Younes, einer der Garanten des aktuellen Höhenflugs, „es gibt viel Lob für uns, darüber freuen wir uns.“ Aber, sagt der 27-Jährige, er habe keine Sorge, dass im Team einer darunter wäre, der abheben könnte. „Wir geben jeden Tag im Training Gas, keiner denkt, es läuft von selbst. Das Entscheidende ist: Es geht immer darum, die Zweikämpfe anzunehmen, von der ersten Minute an.“

Natürlich weiß der frühere deutsche Nationalspieler, dass im Moment die Frankfurter Offensive in aller Munde ist, die teilweise mit schön anzusehenden Ballstafetten aufwartet. „Ich bin kein Fan davon, immer die Offensive hervorzuheben. Man muss auch die Jungs hinten sehr loben. Ohne sie könnten wir vorne gar nicht mit dieser Leichtigkeit spielen“, sagt der flinke Dribbler: „Das gibt uns vorne einen Schub.“ Einer, der für die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive sorgt, ist Djibril Sow. Auch an ihm lässt sich mühelos der Frankfurter Aufschwung festmachen.

Seit Wochen agiert der Schweizer in bestechender Form, endlich „spiele ich so, wie ich spielen kann, so wie ich auch in Bern gespielt habe.“ Und noch etwas zeigt das enorm gewachsene Selbstbewusstsein der erfolgreichen Mannschaft. „Jeder will bei uns den Ball haben“, sagt Sow, keiner habe Angst vor Fehlern, jeder versuche seine Stärken einzubringen.

Eintracht Frankfurt: Bald kommen die Bayern

Große personellen Veränderungen sind für die Partie in Sinsheim nicht zu erwarten, womöglich wählt Trainer Adi Hütter auf der rechten Seite die leicht defensivere Variante mit Almamy Touré statt Aymen Barkok, zumal Erik Durm zuletzt wegen leichter Knieprobleme hatte pausieren müssen. An der generellen mutigen und nach vorne gerichteten Herangehensweise wird nicht gerüttelt, die Eintracht wird weiter versuchen, die Welle zu reiten.

Nach der Partie gegen Hoffenheim haben die Frankfurter gleich zwei Heimspiele hintereinander, erst kommt der 1. FC Köln, dann der FC Bayern München. Sollte der Flow bis dahin, bis zum 20. Februar, andauern, könnte das ein echter Gradmesser werden.

Rubriklistenbild: © BEAUTIFUL SPORTS/Imago

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