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Nach WM-Niederlage: Kolo Muani deaktiviert Instagram-Kommentare - nicht wegen Hassbotschaften

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Von: Johannes Skiba

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Nach der Niederlange Frankreichs im Finale der WM 2022 deaktivierte Eintracht Frankfurts Kolo Muani die Kommentarfunktion auf seinem Instagram-Account.

Update vom Dienstag, 20. Dezember, 15.45 Uhr: Wie Eintracht Frankfurt der Frankfurter Rundschau mitteilte, hat Randal Kolo Muani die Kommentarfunktion seines Instagram-Accounts nicht aufgrund rassistischer Hasskommentare deaktiviert. Der Grund für diesen Schritt ist nicht bekannt. Der Frankfurter sorgte im WM-Finale gegen Argentinien mit einer bemerkenswerten Leistung für Furore, vergab allerdings in der 123. Minute freistehend vor Argentiniens Torwart Emiliano „Dibu“ Martinez.

Erstmeldung vom Montag, 19. Dezember: Frankfurt – Trotz der Niederlage im Finale der WM 2022 gegen Argentinien ist Randal Kolo Muani einer der WM-Helden in Frankreich. Der Spieler von Eintracht Frankfurt brachte durch seine Einwechslung die Mannschaft von Didier Deschamps wieder zurück ins Spiel, an dem Frankreich lange Zeit nur als Statist teilnahm.

In der 123. Minute beim Spielstand von 3:3 hatte der Angreifer dann sogar die Chance, Frankreich zum dritten Weltmeistertitel zu schießen. Doch der argentinische Torwart Emiliano „Dibu“ Martinez reagierte mit einer Weltklasse-Fußabwehr und rettete die Südamerikaner somit ins Elfmeterschießen. Die vergebene Möglichkeit des 24-Jährigen führte im Anschluss an das verlorene Elfmeterschießen der Franzosen zu einer erschütternden Welle an Hassnachrichten und rassistischen Beleidigungen in den Kommentaren von Kolo Muanis Instagram-Account. Daraufhin wurde die Kommentar-Spalte des Profils deaktiviert.

Mandatory Credit: Photo by Dave Shopland/Shutterstock (13661844ce) Randal Kolo Muani of France celebrates scoring a goal
Trotz Niederlage zwei prägenden Spieler des WM-Endspiels: Aurelien Tchouameni und Randal Kolo Muani. © Shutterstock/imago

Rassistische Beleidigungen nach Elfmeterschießen keine Neuheit

Nicht nur der 24-Jährige erlitt diese schlimmen Anfeindungen. Auch zwei seiner Teamkollegen sind betroffen. Aurélien Tchouameni von Real Madrid und Kingsley Coman vom FC Bayern München, die ihre Strafstöße im entscheidenden Elfmeterschießen vergaben, wurden ebenfalls auf ihren Instagram-Profilen beleidigt. Neben den vielen verstörenden Zeilen war ebenfalls eine Vielzahl von Affen-Emojis unter den Bildern, die die drei Stars zuletzt posteten, zu finden.

Dieser Rassismus-Eklat erinnert an die Geschehnisse rund um das verlorene EM-Finale von England gegen Italien im Sommer 2021. Auch dieses Endspiel wurde im Elfmeterschießen entschieden. Bukayo Saka, Jadon Sancho und Marcus Rashford vergaben ihre Strafstöße und wurden daraufhin wie ihre französischen Kollegen jetzt ebenfalls rassistisch beleidigt und angefeindet.

Kolo Muani, Coman und Tchouameni prägten das Finale der WM 2022

Der Rassismus machte trotz der großartigen Leistungen von Kolo Muani, Coman und Tchouameni im Endspiel der WM 2022 keinen Halt vor den drei jungen Profis. Während der Eintracht-Spieler den Elfmeter zum 2:1-Anschlusstreffer herausholte, eroberte Bayerns Coman den Ball, der am Ende der Spielsituation zum 2:2 im Netz der Argentinier einschlagen sollte. Tchouameni zeigte sich über 123 Minuten als zweikampfstarker und unermüdlicher Ballverteiler bei den Franzosen. (jsk)

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