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Bald nur noch in Zivil: Alex Meier.

Eintracht Frankfurt

Wirbel um Meier

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  • Ingo Durstewitz
    Ingo Durstewitz
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Die Eintracht plane nicht mehr mit Alexander Meier. Mit dieser Überschrift sorgte der Sportinformationsdienst für Verwirrung. Der Eintracht-Kapitän stellte klar: "Ich werde weiterspielen."

Am Mittwochnachmittag lief bei Alexander Meier, den im Krankenstand befindlichen Kapitän der Frankfurter Eintracht, das Handy heiß. Freunde, Kollegen, Journalisten meldeten sich beim 34 Jahre alten Routinier des Bundesligisten und wollten wissen, was denn da los sei. Der Hintergrund: Die „Sportbild“ hatte in ihrer jüngsten Ausgabe den Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic („Europa wäre die Sahne auf der Torte“) gefragt, wie es ab Sommer mit Alex Meier weitergehen werde. Und Bobic antwortete: „Er hat einen Anschlussvertrag und wird eine Rolle im Verein übernehmen.“ Der Sportinformationsdienst bastelte daraus die Headline: „Eintracht plant nächste Saison nicht mehr mit Meier.“ Das war etwas zu überspitzt formuliert. Bobic fühlte sich komplett fehlinterpretiert.

„Das ist frech und lachhaft“, sagte der Sportvorstand am Mittwoch der FR. „Wir haben uns bis jetzt gar keine Gedanken gemacht, was im Sommer wird.“ Denn über Meiers Zukunft ist noch gar nicht befunden. Der Spielervertrag läuft im kommenden Sommer aus. Doch die fest vereinbarte Anschlussanstellung ist nicht zeitlich terminiert. Er könnte bei der Eintracht also direkt in einer anderen Position arbeiten oder aber zu einem späteren Zeitpunkt, 2020 etwa oder noch später. Auch das ebenfalls fest ausgemachte Abschiedsspiel ist noch nicht fixiert und offen.

Meier, der zurzeit wegen einer Operation an der Ferse ausfällt, fiel am Mittwoch aus allen Wolken: „Ich will jetzt einfach nur gesund werden. Und wenn ich gesund bin, werde ich auf jeden Fall weiterspielen“, sagte er. Wo, das ist noch nicht klar. Doch selbstredend hofft der „Fußballgott“ auf eine weitere Anstellung als Fußballer bei der Eintracht. Meier, der dienstälteste Spieler der Eintracht und das Gesicht des Klubs, durchläuft aktuell eine schwierige Phase. Seine neuerliche Operation an der Ferse verlief nicht wie erhofft, die Beschwerden sind noch nicht gänzlich abgeklungen. „Seine Leidenszeit läuft seit Februar. Es geht ihm nach wie vor nicht gut, auch nach der zweiten OP nicht“, sagte Bobic, der dem Spieler in einem persönlichen Gespräch gesagt hat: „Wir wünschen dir, dass du noch einmal zurückkommst. Wir helfen dir, gesund zu werden.“ Am Mittwoch fügte der ehemalige Nationalspieler noch an: „Was jetzt passiert ist, ist auch gegenüber Alex nicht gerecht.“    

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