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Trapp vor Barcelona-Rückspiel: „Wir werden leiden müssen“

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Von: Thomas Kilchenstein

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Die Eintracht erwartet Grenzerfahrungen beim Europa-League-Rückspiel beim FC Barcelona. Trainer Oliver Glasner betont: „Müssen auf alles vorbereitet sein.“

Barcelona/Frankfurt – Natürlich hat Oliver Glasner vor dem Trip nach Katalonien seinem Team nochmals die 90 Minuten aus dem Hinspiel vorgeführt, es war ja ein prima Spektakel im Stadtwald, „eine fantastische Leistung“ habe da die Mannschaft geboten, doch gleich folgte das große Aber: Diese „fantastische Leistung“ allein werde heute Abend im Camp Nou nicht ausreichen, er kenne zwar nicht die Steigerung von fantastisch, aber klar sei allemal: „Wenn wir nicht am obersten Level dessen agieren, zu dem jeder Einzelne fähig ist, haben wir keine Chance. Jeder muss seine bestmögliche Leistung abrufen.“ Und zwar gelte das in allen Bereichen, in der defensiven Organisation, in puncto Konzentration und Wachheit, besonders aber in der Effizienz vor dem Tor, da vor allem. Und da hat Eintracht Frankfurt, das zieht sich schon eine Weile durch die Saison, arge Probleme. Aber wer in Barcelona nicht nur bestehen, sondern „eine der besten Mannschaften der Welt“ (Torwart Kevin Trapp) aus dem Wettbewerb kegeln will, der wird mindestens ein Tor schießen müssen. Trapp: „Wir werden Barca auch dort beschäftigen müssen, wo sie es nicht gerne haben, vor dem eigenen Tor.“ Mutig wolle man seine Chance nutzen, es „macht keine Spaß sich hinten einzuigeln“.

Das klingt plausibel in der Theorie, ob es in die Tat umzusetzen sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Trapp weiß, was auf Eintracht Frankfurt zukommen wird: „Wir werden leiden müssen.“ Andererseits sind dies die Spiele, weswegen „wir Fußball spielen, weswegen wir diesen Beruf ausüben“. Die Vorfreude jedenfalls sei bei allen groß.

Eintracht Frankfurt gegen FC Barcelona: Glasner erwartet dominantes Barca

Oliver Glasner erwartet ein ähnliches Spiel wie vor Wochenfrist in Frankfurt, Barca wird häufiger die Bälle haben, wird das Spiel dominieren, wird auch Druckphasen haben, „darauf müssen wir vorbereitet sein“. Aber auch die Hessen hätten den einen oder anderen taktischen Kniff ausgeheckt, mit dem sie Barca in Verlegenheit bringen können – zuletzt hatten sie das in Frankfurt einstudiert.

Wagt sich mit der Eintracht auf die große Bühne: Torwart Kevin Trapp im Camp Nou von Barcelona.
Wagt sich mit der Eintracht auf die große Bühne: Torwart Kevin Trapp im Camp Nou von Barcelona. © dpa

Personell gibt es weiterhin ein kleines Fragezeichen hinter dem Einsatz von Djibril Sow, der wegen eine Zerrung eines Bandes im Knie kürzertreten muss. Ein Fitnesstest am Spieltag wird Klarheit bringen. Den Platz für den gesperrten Tuta wird Almamy Touré einnehmen, der „ja auch von uns jeden Monat sein Gehalt erhält“. Zudem, sagte Glasner gut gelaunt, „muss ich ihn nicht zehn Stunden volllabern, damit er seine Leistung bringt“. Der Rechtsverteidiger jedenfalls genieße sein vollstes Vertrauen. Außerdem, sagte Glasner, habe die Eintracht auswärts „deutlich bessere Ergebnisse erzielt als zu Hause“. Es ist angerichtet. (Thomas Kilchenstein)

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