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Kann und will noch einiges lernen: Tuta. Foto: AFP
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Kann und will noch einiges lernen: Tuta.

Eintracht Frankfurt

Tuta zur aktuellen Situation bei Eintracht Frankfurt: „Wir stecken nie auf“

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Innenverteidiger Tuta über das Lernen auf dem Platz, fehlende Aggressivität und die Probleme, die David Abraham jetzt hat.

Frankfurt - Ganze zehn Feldspieler und zwei Torleute tummelten sich am Dienstagnachmittag (09.11.2021) im Stadtwald zum Training von Eintracht Frankfurt, der Rest war auf Dienstreise, trainierte individuell wie Sebastian Rode oder Makoto Hasebe oder laboriert noch an Wehwehchen wie Goncalo Paciencia und Christopher Lenz. Die beiden angeschlagenen Spieler sollen aber im Laufe dieser Woche langsam herangeführt werden ans Training der Mannschaft. An den Ball, der im Training sehr viel aufs Tor geschossen wurde, war aber Tuta, der brasilianische Innenverteidiger, auch einer, der gerne kurz vor Schluss trifft. Der 22-Jährige, geboren in der Metropole São Paulo, stand hinterher Rede und Antwort und sprach, von Stephane Gödde übersetzt, über...

...die Länderspielpause, die einen aus dem Rhythmus reißt: Jetzt ist es okay, weil wir doch eine anstrengende Woche mit drei Spielen hinter uns haben, in denen wir oft bis zum Limit gehen mussten. Nach dem Bayern-Spiel allerdings hätte ich mir aber schon gewünscht, weiterspielen zu können. Aber in dieser Woche, nach den schwierigen, kräfteraubenden Aufgaben, ist eine etwas ruhigere Woche nicht verkehrt.

Tuta über Last-Minute-Tore von Eintracht Frankfurt: „Sind immer auf Sieg aus“

...die letzten drei Spiele, die alle in der Nachspielzeit entschieden wurden: Wir sind immer auf Sieg aus, auch wenn es manchmal lange dauert. Wir kämpfen bis zur letzten Sekunde, um zu gewinnen. Natürlich hatten wir in diesen Spielen auch gewisse Probleme, aber eines ist sicher: Wir stecken nie auf.

.. .zu der Kritik, spielerisch überhaupt nicht zu überzeugen: Ich glaube, im Fußball hat jeder mal seine Probleme, mal größere, mal kleinere, das haben wir jedenfalls nicht exklusiv. Klar, wir müssen intern genau ansprechen, was wir noch nicht so gut machen und uns immer weiterentwickeln. Wir können und müssen aus all den Spielen unsere Lehren ziehen.

... den Schwächen, an den er persönlich arbeiten muss: Ich lerne Tag für Tag und ich will mich in allen Belangen verbessern. Manchmal habe ich Defizite im Stellungsspiel und in der Kommunikation, auch in puncto Aggressivität kann ich noch zulegen. Zuweilen ist es schwierig, sich auf dem Platz abzusprechen und abzustimmen. Die Frage ist auch: Wie können wir durch gute Interaktion den Gegner vor Probleme stellen. Solche Dinge sprechen wir regelmäßig an. Das Wichtigste für uns alle, für die, die hier geblieben sind und für die Nationalspieler, ist doch, dass alle den Willen zeigen, sich verbessern zu wollen. In der Tat haben wir nicht so viel Zeit, mit der gesamten Mannschaft zu trainieren, aber wir müssen über unser Gemeinschaftsgefühl kommen. Und wenn jede einzelne seinen Job macht, wird es uns als Mannschaft gut gehen.

Eintracht Frankfurt: Tuta will von Hinteregger und Hasebe noch viel lernen

...Reaktionen auf seinen 1:1-Ausgleichstreffers gegen Leipzig: Natürlich haben sich aus Brasilien viele Freunde und Weggefährten gemeldet, haben mir zum Tor gratuliert. Mein Tor ist nicht unverborgen geblieben in der Heimat.

. ..den häufigen personellen Wechsel in der Dreierkette: Jeder einzelne Spieler bringt seine Persönlichkeit ein und eine spezielle Art, wie er die Mannschaft führt, ob das jetzt, wie in Fürth, Martin Hinteregger ist, oder wie in Piräus Makoto Hasebe. Das sind zwei erfahrene, wichtige Spieler, ich bin ja einer, der noch viel lernen muss und auch gerne zuhört. Ich lerne von beiden sehr viel. Ich habe keine besonderen Präferenzen, neben wem ich spiele. Ich weiß, dass ihre Art, das Team zu führen, mir guttut und der Mannschaft auch.

Etwaige Vertragsgespräche: Tutas Kopf ist zu 100 Prozent bei Eintracht Frankfurt

.. .ständig neuen Mitspielern auf seiner rechten Seite. Einspielen ist da sicher schwierig: Wichtig ist, dass jeder Spieler weiß, das er einen Platz im Team hat. Jeder versucht, sich bestmöglich zu präsentieren. Ich versuche immer, meinem Neben- oder Vordermann zu helfen, egal wer das ist. Es geht ja in erster Linie um die Mannschaft. Ich habe volles Vertrauen in jeden meiner Kollegen.

...zu etwaigen Vertragsgesprächen: Mein Kopf ist zu 100 Prozent in Frankfurt. Ich denke, ich tue gut daran, mich nur auf meine Aufgabe zu konzentrieren, in Training und Spiel meine beste Leistung zu bringen. Wir brauchen weiterhin noch Punkte, vor allem in der Liga.

...zu Vorgänger David Abraham, seinem Mentor: David hat mir auch Glückwünsche zu meinen Tor geschickt. Und wie ich David kenne, genießt er jetzt das Leben in Argentinien. Vermutlich hat er jetzt ganz andere Sorgen, im positiven Sinne. Um ihn muss sich sicher keiner Sorgen machen.

Aufgezeichnet: Thomas Kilchenstein

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